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Notunterkunft: Stadt Krefeld hilft Obdachlosen im Winter

Wintereinbruch in Krefeld : Stadt bietet Wohnungslosen ein Dach über dem Kopf

In der städtischen Notunterkunft an der Feldstraße können bis zu 70 Wohnungslose Zuflucht vor der eisigen Kälte suchen. Etwa 50 Menschen nutzen derzeit diese Möglichkeit.

(RP) Die Stadt Krefeld und die Diakonie stehen in der Pflicht und sehen sich auch in der Verantwortung, obdachlose und schutzbedürftige Menschen im Krefelder Stadtgebiet in angemessener Form unterzubringen und dahingehend zu unterstützen, die akute Notsituation mit den eisigen Temperaturen zu überwinden. Um dieser Verpflichtung auch in der pandemischen Lage nachzukommen, wurden von Seiten der Verwaltung gemeinsam mit Diakonie und Caritas die erforderlichen Maßnahmen geplant und umgesetzt. Das erklärte die Stadt am Dienstag auf Nachfrage unserer Redaktion.

Die Unterbringung von Wohnungslosen wird in Krefeld seit November 2020 in einer zentralen Einrichtung auf der Feldstraße, die als Notunterkunft dient, gebündelt. Die Aufnahmekapazitäten reichen aus, um die rund 50 Personen täglich unterzubringen. Maximal können bis zu 70 Menschen in der Notunterkunft unter Wahrung von Corona bedingten Abständen beherbergt werden.  

„Wir bieten den obdachlosen Menschen aufgrund der Witterungssituation und der pandemischen Lage bereits seit Dezember 2020 an, auch tagsüber in den Räumlichkeiten der Notschlafstelle zu verweilen. Im Hinblick auf die aktuellen Temperaturen ist eine Neuaufnahme in der Notschlafstelle nicht nur in den Abendstunden, sondern auch tagsüber möglich“, erklärt Sozialdezernentin Sabine Lauxen.

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In der Unterkunft wird zunächst eine Basisberatung als erste Hilfestellung angeboten, Körper- und Wäschepflege sind ebenfalls in der Einrichtung möglich. Auch eine Aufnahme von Obdachlosen mit Haustieren ist ausnahmsweise zulässig. Die Aufnahmezeiten sind an die Öffnungs- und Schließungszeiten des Tagesaufenthalts der Diakonie angepasst. „Somit ist grundsätzlich eine Betreuung und Versorgung rund um die Uhr gewährleistet. Auch kann – wenn nötig – kurzfristig eine Verpflegung sichergestellt werden. Dies war bereits beim ersten Lockdown im Frühjahr von der Diakonie mit Hilfe von Stiftungsmitteln organisiert worden“, ergänzt Sabine Lauxen.

In der Notschlafstelle bestehen zudem Möglichkeiten, Übernachtungsgäste zu isolieren, zum Beispiel bei unklarem TBC-Status, Verdacht auf Covid 19 und andere ansteckende Krankheiten. Eine medizinische Versorgung von Corona-Infizierten kann dort jedoch nicht erfolgen. Daneben betreibt die Caritas eine kleine Notschlafstelle für Suchtkranke an der Melanchthonstraße.

Die Diakonie bietet an der Lutherstraße einen Tagesaufenthalt für Obdachlose, der fußläufig von der Notunterkunft Feldstraße in gut zehn Minuten erreichbar ist. Neben der Möglichkeit, sich tagsüber dort aufzuhalten und zum Beispiel soziale Kontakte zu pflegen bietet die Diakonie eine umfangreiche Wohnungslosenberatung an. Die Beratung hat zum Ziel, den obdachlosen Menschen wieder ein selbstbestimmtes Leben in einer eigenen Wohnung zu ermöglichen. Auch im Tagesaufenthalt ist die Körper- und Wäschepflege möglich.