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Notprogramm für Sportklubs in Krefeld: 15 Millionen Euro im Topf

Hilfe für Krefelder Vereine : Notprogramm für Sportklubs - 15 Millionen Euro im Topf

Ratsherr Marc Blondin (CDU) hält Unterstützung der in Mitleidenschaft gezogenen Sportvereine für notwendig.

Die Corona-Krise fordert auch die Sportvereine heraus. Neben Mitgliedsbeiträgen sind Kursgebühren eine der Einnahmequellen, um den Vereinsbetrieb aufrecht zu erhalten. Während der Pandemie finden viele Angebote nicht mehr statt. Das bringt manchen Vereine in Not. Ratsherr Marc Blondin (CDU) kennt als Mitglied des Sportausschusses der Stadt Krefeld die Probleme der Klubs. Als Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags berichtete er am Dienstag über einen Beschluss des  Haushalts- und Finanzausschuss in Düsseldorf, zusätzliche Mittel in Höhe von fünf Millionen Euro für existenzgefährdete Sportvereine zur Verfügung zu stellen. Damit werde die „Soforthilfe Sport“ von insgesamt zehn Millionen Euro auf nun insgesamt 15 Millionen Euro erhöht, erklärte er.

Blondin sieht die Unterstützung der in Mitleidenschaft gezogenen Vereine als notwendig an: „Neun Millionen der bereits zur Verfügung stehenden zehn Millionen Euro wurden abgerufen und ausgezahlt: 768 Sportvereine konnten somit vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt werden. Dass wir mit diesen Auszahlungen leider noch lange nicht am Ziel sind, zeigen mir zahlreiche Gespräche mit den Vereinen meines Wahlkreises und darüber hinaus“.  

Doch Worten müssten Taten folgen: Mit den zusätzlichen fünf Millionen Euro hofft die Politik, weitere der insgesamt 18.000 Sportvereine monetär entlasten zu können. Auch Vereine, die bereits Geld aus dem Fördertopf erhalten hätten, dürften einen erneuten Antrag stellen. Denn mit einer Tranche ist es bei besonders gefährdeten Vereinen leider oftmals nicht getan.

„Dass gerade ehrenamtliche Aktivitäten das Rückgrat des gesamten Vereinswesens darstellen, sollte klar sein. Mit der weiteren Unterstützung hält unsere Landesregierung Wort: Auch im Jahr 2021 lassen wir unsere Vereine nicht im Stich!“, betont der CDU-Politiker.  

Antragsberechtigt sind Mitgliedsorganisationen des Landessportbundes NRW sowie jene Vereine, Verbünde und Fachverbände, die über eine LSB-Mitgliedsorganisation  angeschlossen sind. Ein coronabedingter Liquiditätsengpass sollte beim Stellen des Antrags nachgewiesen werden können. Die Vereine erhalten eine Hilfe in Höhe von 60 Prozent des nachgewiesenen Förderbedarfs, höchstens jedoch 50.000 Euro. Die  dritte Förderphase endet am 15. März. Die anschließende Förderphase ist bis zum 30. Juni angesetzt. 

(sti)