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Noch ist St. Martin in Krefeld nicht verloren

Brauchtum in Krefeld : Noch ist St. Martin nicht verloren

In Verberg und Traar werden Martinszüge stattfinden, auch für Dießem, den Bahnbezirk und Hüls sind größere Züge gemeldet. Die Veranstalter bitten die Anwohner, an den Zug-Tagen ihre Häuser entsprechend zu schmücken.

In Krefeld ziehen auch in diesem Jahr mindestens einige größere St.-Martin-Züge: Neben Dießem (wir berichteten) finden auch in Verberg, Traar, Hüls und im Bahnbezirk größere  Züge statt, die an den beliebten Heiligen erinnern, der seinen Mantel mit einem erfrierenden Bettler geteilt hat. Bei den meisten der bislang gemeldeten Züge geht es wohl um kleine Ereignisse auf Schulhöfen und für Kitas.

Verberg

Das Verberger St. Martinskomitee 1922 teilt mit,  dass es einen Martinszug mit anschließendem Martinsfeuer geben wird. Die Aufstellung ist am Donnerstag, 4. November, 17.15 Uhr, am Busenpfad, Ecke Heidedyk; Zugbeginn ist um 17.30 Uhr. Der Zugweg verläuft vom  Busenpfad über Heidedyk, Heyenbaumstraße, Gatzenstraße, Schwester-Christine-Weg und Zwingenbergstraße. „St. Martin freut sich über schön geschmückte Häuser“, erklärt das Martinskomitee. Das Martinsfeuer wird auf dem Franz-Nolte-Platz statt; dort wird auch Musik gespielt. Wichtig: Wer den Zug  finanziell unterstützen möchte, kann spenden auf das Konto: DE 22.3205.0000.0000.455261 bei der Sparkasse Krefeld.

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Traar

In Traar ist es am 14.November soweit. „Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr die Grundschule Buscher Holzweg und die Kita St. Josef am Martinszug teilnehmen wollen“, erklärt das St. Martinskomitee Krefeld Traar. Der Zugweg sieht, wie in den letzten Jahren wie folgt aus: Die Kinder stellen sich am Sonntag, 14.November, ab 17 Uhr nach Klassen und Gruppen geordnet auf dem Kirchplatz auf. Wenn dann St. Martin mit seinen Herolden am Kirchplatz eingetroffen ist und alle begrüßt wurden, setzt sich der Zug um 17.15 Uhr unter Kirchenglockengeläut in Bewegung. Der Zug zieht An der Elfrather Mühle auf die Moerser Landstraße, von dort in den Töschepad über die Trautstraße in die Bärenstraße. Über die Heinrich-Doergens-Sraße geht es dann zum Buscher Holzweg. Von dort aus zieht der Zug über die Bärenstraße durch die Hasenheide zur Kemmerhofstraße. Diese geht es weiter zurück bis zur Moerser Landstraße und von dort zum Festplatz, auf dem dann am großen Martinsfeuer die Bettlerszene gespielt wird.

Das Komitee bittet, an diesem Tag möglichst wenige Fahrzeuge entlang dieser Strecke zu parken. Zuschauer, Angehörige oder Anwohner sind gebeten, sich möglichst gleichmäßig am Zugweg zu verteilen und sich nicht wie sonst üblich auf dem Kirchplatz zu treffen.  Dort wird es auch keine Glühwein-Stände oder Ähnliches geben.  Auch für raar hofft das Komitee, dass Anwohner ihre Häuser dem Fest entsprechend schmücken.

Die Reitergruppe mit St. Martin zieht dem Zug voran. Der  Zug wird zudem von  Schützengruppen und Helfern des TV Traar begleitet und durch Pechfackeln beleuchtet.

Wermutstropfen: Es wird keine Martinstüten geben. „Wegen der organisatorischen Unsicherheiten in diesem Jahr müssen wir leider auf die Ausgabe von Martinstüten verzichten. Der geplante Martinszug kann so nur stattfinden, wenn sich die Auflagen bis dahin nicht ändern. Wir verlassen uns bei der Durchführung darauf, dass sich alle, die den Martinszug besuchen oder teilnehmen an die geltenden Regeln halten, verantwortungsvoll miteinander umgehen und niemand andere gefährdet“, erklärt das Komitee.

Weitere Züge

Die Stadt teilte auf Nachfrage mit, dass mittlerweile 44 Anträge  für St.-Martin-Züge vorliegen. 38 Martinszüge wurde bereits genehmigt. Sechs Anträge befinden sich derzeit noch in der Prüfung. Sechs Martinszüge wurden seitens des Veranstalters abgesagt. Von den bereits genehmigten Veranstaltungen haben folgende Veranstalter im Rahmen der Antragstellung die „höchste“ Teilnehmerzahl angezeigt: Traar mit 2.700 Teilnehmern, der St. Martinsverein Hüls 1897  mit bis zu 1.000 Personen sowie der Bürgerverein Bahnbezirk Krefeld 1898 mit bis zu 2.400 Teilnehmern.

Viele Veranstalter verzichten wegen der Unsicherheiten über die Corona-Entwicklung und der damit einhergehenden Regeln auf große Züge. In Inrath zum Beispiel, wo es sonst immer einen  Zug und ein  Martinsfeuer mit bis zu 800 Teilnehmern gab, wird es nur eine kleinere Veranstaltung auf dem Schulhof der Pestalozzi-Schule geben. Der Bürgerverein hat dafür gesorgt, dass St. Martin  durch die Reihen gehen und den Kindern eine Martinstüte übergeben wird.