Niederrheinische Sinfoniker: Konzertsaison 2018/19 in Krefeld

Musik in Krefeld : Sinfoniekonzert mit Sandmalerei

Die Theatermenschen sind in der Sommerpause. Doch das Programm für die Spielzeit 2018/19 steht. Generalmusikdirektor Mihkel Kütson und die Niederrheinischen Sinfoniker haben sich ein vielfältiges Konzertrepertoire vorgenommen. Und es gibt auch optische Extras. Die Sinfoniekonzertsaison startet in Krefeld am 11. September.

Die Niederrheinischen Sinfoniker sind als Klangkörper des Gemeinschaftstheaters für Live-Musik in Oper und Ballett zuständig. Außerdem bestreiten sie in jeder Saison sieben Sinfoniekonzerte, die je zweimal im Krefelder Seidenweberhaus und in Mönchengladbach aufgeführt werden. Es fällt in der kommenden Spielzeit die Kaiser-Friedrich-Halle wegen Renovierung weitgehend aus, also werden auch die Gladbacher Abonnenten in den Rheydter Konzertsaal pilgern.

Daneben stehen die beiden Chorkonzerte auf der Agenda des Orchesters, das Generalmusikdirektor Mihkel Kütson in seine siebte Spielzeit führt. Er selbst möchte Dvoraks Symphonische Dichtung „Die Geisterbraut“ dirigieren, bei der es diesmal auch Spektakuläres zu sehen gibt: Die Sandkünstlerin Anne Löper wird Szenen aus dem musikalischen Märchen live und in frappierender Kunstfertigkeit auf eine Folie streuen, die per Beamer auf die Leinwand projiziert wird.

Das andere Chorkonzert dirigiert Michael Preiser, der seit der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit fester Leiter des Niederrheinischen Konzertchores ist. Das Besondere: In Kooperation mit der Organisation Amnesty International feiert das Konzert den 70. Jahrestag der UN-Menschenrechtscharta – mit Haydns „Missa in tempore belli“ und dem „Requiem Ebraico“ von Erich Zeisl; der französische Geiger Nicolas Dautricourt wird dazwischen Giya Kanchelis faszinierendes Stück „Chiaroscuro“ interpretieren.

Außer der Reihe spielen die Niederrheinischen Sinfoniker auch noch gern. Bei Festivals sind sie regelmäßig Gast der Sommermusik Schloss Rheydt (am 31. August) und alle zwei Jahre bei der Kamper Nacht (Kamp-Lintfort am 13. Juli kommenden Jahres) vertreten. Beim Konzert zum Tag der Deutschen Einheit erklingt in Krefeld unter anderem Beethovens „Zweite“, die Neujahrskonzerte präsentieren „Grüße aus der ganzen Welt“.

Breitformatig wird auch die Musik zu Sonderkonzerten in der Karnevalszeit, bei denen es um „Helden der Leinwand“ und Musik von Star Wars und Co. geht. Mit den entsprechenden Filmszenen.

Kinderkonzerte, Schulkonzerte und fünf Kammerkonzerte runden das Programm des Orchesters ab. „Wir haben uns wieder viel vorgenommen, wollen unsere alten Fans erfreuen und neue hinzugewinnen“, sagt der aus Estland stammende Dirigent Kütson. Sein Chef, Generalintendant Michael Grosse, begrüßt die gute Stimmung im Orchester, die sich in hoher Leistungsbereitschaft und individuellem Engagement äußert. Er würdigt stabile Besucherzahlen „mit Luft nach oben“.

Die Preise hat das Theater in der kommenden Spielzeit vereinheitlicht und um rund zehn Prozent erhöht. Einzelkarten für Sinfonie- und Chorkonzerte kosten jetzt zwischen 23 und 49,50 Euro. Das Kinderkonzert-Abo ist für 25,50 bis 45 Euro zu haben.

Das sind die Termine in Krefeld, jeweils ab 20 Uhr im Seidenweberhaus:

1. Sinfoniekonzert, 11. und 14. September: „Hamlet“-Ouvertüre von Tschaikowsky; Violinkonzert g-Moll von Mieczyslaw Weinberg; Sinfonie Nr. 7 F-Dur von Alexander Glasunow. Solist ist Linus Roth (Violine).

2. Sinfoniekonzert, 30. Oktober und 2. November: „Wettlauf“ - Etüde von Franz Adolf Berwald; Klarinettenkonzert von Carl Nielsen mit der Klarinettistin Bettina Aust; Sinfonie Nr. 3 von Johannes Brahms.

3. Sinfoniekonzert, 11. und 14. Dezember: Façades von Philip Glass; Samuel Barbers Violoncellokonzert a-Moll mit der Gast-Cellistin Quirine Viersen.

4. Sinfoniekonzert, 12. und 15. Februar: Idylle de printemps von Frederick Delius; Klavierkonzert Nr.1 g-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy (am Flügel: Herbert Schuch); „Images“ von Claude Debussy.

5. Sinfoniekonzert, 2. und 5. April: Jean Sibelius, „Pohjolas Tochter“; Eduard Tubin, Kontrabasskonzert mit Boguslaw Furtok als Solist; Anton Bruckners Sinfonie Nr. c-Moll.

6. Sinfoniekonzert, 14. und 17. Mai: Antonin Dvoràks Violinkonzert a-Moll op.53 mit der Solistin Alena Baeva; Dvoraks Symphonische Dichtung „Die Geisterbraut“ und /oder Alexander Zemlinsky, „Die Seejungfrau“ als Märchen mit Sandmalerei.

7. Sinfoniekonzert, 25. und 28. Juni: Im Dienstagkonzert (25. Juni) stellen sich die Preisträger von „Bühne frei“ vor. Am Freitag ist das Bläserquintett NR 5 zu Gast und spielt „The Cosmos“ von Michael Gilbertson; an beiden Terminen zu hören: Joseph Haydns „Feuersinfonie“ und Beethovens Vierte.

Karten können während der Theaterferien nur online bestellt werden: www.theater-kr-mg.de

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