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Krefeld: Neustart am Nauenweg: Arbeiten im Loft

Krefeld : Neustart am Nauenweg: Arbeiten im Loft

"Werkkontor" statt "Handwerkerhof": Die GGK Grundstücksgesellschaft und der Projektentwickler TCN erneuern die Gewerbefläche für Handwerker und Dienstleister – es entsteht eines der schönsten Krefelder Betriebszentren.

1993 hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) das Gelände von der ehemaligen Spedition Thommessen erworben und zum Handwerkerhof ausgebaut. Nach 20 Jahren erlebt das Gelände eine weitere Erneuerung. Gestern wurde offiziell aus dem "Handwerkerhof" das "Werkkontor Krefeld". Neuer Partner der Krefelder Wirtschaftsförderer und ihrer Grundstücksgesellschaft ist der Neusser Projektentwickler TCN. Geschäftsführer und Eigentümer ist Holger Bräutigam. Der 42-jährige Immobilienkaufmann ist Hamburger und wohnt seit elf Jahren in Krefeld. Gestern wurde mit Mietern und Nachbarn gefeiert, heute startet die Vermarktung mit Showroom, der die Entwicklung des Geländes bis 2019 aufzeigt.

 Schöner Arbeitsplatz: Blick ins Innere des Lichtenthäler-Gebäudes, das 1912 gebaut wurde.
Schöner Arbeitsplatz: Blick ins Innere des Lichtenthäler-Gebäudes, das 1912 gebaut wurde. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Der Name Handwerkerhof ist aufgegeben worden, weil dort auch Dienstleister angesiedelt werden sollen. Gerade das sogenannte Lichtenthäler-Gebäude mit der Hausnummer 42e, das den Charme der Gründerzeit hat, könnte mit seinen Lofts Büroflächen für kreative Firmen oder Berater bieten. Das Gebäude von 1912 stand lange leer, die grundlegende Renovierung wird noch in diesem Jahr begonnen, ebenso die der Hallen mit dem Uhrenhaus (Nummer 40).

 Das Lichtenthäler-Gebäude stand lange Zeit leer. Im Innern sollen Büro-Lofts für Kreative entstehen.
Das Lichtenthäler-Gebäude stand lange Zeit leer. Im Innern sollen Büro-Lofts für Kreative entstehen. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Von 2014 bis 2019 werden alle Gebäude auf diesem Gelände saniert, abgerissen und neu gebaut sein. Allein die Neubauten, die vor 20 Jahren entstanden, bleiben von den Plänen unberührt. In den acht Gebäuden, um die es geht, werden Hallen- und Lagerflächen, Werkstätten und Büros mit flexibel mietbaren Einheiten zwischen 180 und 2500 Quadratmetern entstehen.

TCN steht für Trammell Crow Network. Der US-Entwickler hat sich in der Wirtschaftskrise aus Europa zurückgezogen. Bräutigam, der für diese Gruppe arbeitete, hat das Deutschland-Geschäft übernommen. Er will an diesem Standort einen Firmenmix aufbauen, der Synergieeffekte bietet: Messebauer, Drucker, Maler, Veranstaltungstechniker sollen neben Werbeagenturen, Designern, Fotografen, Architekten und Anwälten arbeiten. Bräutigam sucht auch noch nach einem Gastronomen, der "nicht mainstream" ist und dessen Restaurant das Gelände auch abends zum Anziehungspunkt macht.

(RP)