Krefeld: Neujahrsempfang für Oppum und Linn im Rittersaal der Burg

Krefeld : Neujahrsempfang für Oppum und Linn im Rittersaal der Burg

Zum Neujahrsempfang der Bezirksvertretung Oppum-Linn wurden die Gäste schon an der Zugbrücke stilecht von den Linner Landsknechten begrüßt. Im Rittersaal der Burg hatten sich viele Gäste aus beiden Stadtteilen eingefunden, um das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen und ins Gespräch über neue Themen und Ideen für 2018 zu kommen.

Oberbürgermeister Frank Meyer nutzte die Gelegenheit, um sich bei den Gästen zu bedanken: "Ich kenne hier fast alle Leute mindestens vom Sehen - es sind diejenigen, die vor Ort für das Gemeinwesen eintreten und das Rückgrat der Stadtgesellschaft bilden", sagte er und warb an dieser Stelle für die neue Krefelder Ehrenamtskarte, mit der aktive Bürger zum Beispiel kostenlos die Museen besuchen können. "Das haben Sie sich verdient", meinte Meyer. Die Verwaltung, versprach er, wolle mit Gründung des Kommunalbetriebs als Dienstleister besser werden. Meyer lobte vor allem die Linner für ihre außergewöhnlichen Brauchtumsveranstaltungen im Krefelder Jahreskalender, allen voran natürlich der traditionsreiche Flachsmarkt.

In einer sehr ausführlichen Ansprache berichtete Bezirksvorsteher Hansjürgen Tacken von anstehenden Themen und Projekten in Oppum und Linn. In Oppum startet mit dem Umbau der Gesamtschule ein großes Bauvorhaben. Der Fahrbahnbelag auf der Hauptstraßenbrücke soll im Frühjahr saniert, dort wird Flüsterasphalt verbaut. An der Werkstättenstraße geht es mit dem Wohnhaus der Lebenshilfe zügig voran, während die Videoüberwachung im Bahnhof weiter auf sich warten lässt. Auch die Lichtwand könne, so Tacken, im Moment dort nicht installiert werden, weil ein Hohlraum in der Wand entdeckt worden sei, der die Konstruktion instabil mache. Ein weiteres großes Bauprojekt startet an der Südseite des Bahnhofs, dort wird umfassend umgestaltet und auch neues Pflaster verlegt.

In Linn sorgen sich Bürger, so berichtete der Bezirksvorsteher, weiter um Lärmschutz: Wie berichtet, sieht der Umbau der A57 keinen Lärmschutz für den Stadtteil vor, weil die Wohnbebauung zu weit entfernt liegt. Tacken zeigte sich erfreut, dass die Bezirksverwaltungsstelle im Textilmuseum nun geöffnet ist und appellierte an die Bürger, diese auch wirklich zu nutzen. Außerdem soll in Linn der Fußweg zwischen Margaretenplatz und Issumer Straße auf Vorschlag von Charly Foncken "Danielsgasse" benannt werden, und zwar nach dem Viehhändler Arthur Daniels, der sich zur NS-Zeit trotz eigener Verfolgung vorbildlich um das Wohl seiner Nachbarn gekümmert hat.

(cpu)
Mehr von RP ONLINE