Krefeld: Neues Bauareal an der Feldstraße

Krefeld: Neues Bauareal an der Feldstraße

Auf dem 5500 Quadratmeter großen Gelände hinter der ehemaligen Don-Bosco-Grundschule soll künftig Wohnen und Arbeiten möglich sein. Momentan wird die Fläche für eine Bebauung vorbereitet.

Ein rund 5500 Quadratmeter großes Areal an der Feldstraße, gelegen hinter der ehemaligen Don-Bosco Grundschule, soll einer neuen Nutzung zugeführt werden. Dort befanden sich eine Lackfabrik und zuletzt ein Pharma-Großhandelsunternehmen. Seit 2002 wird das Gelände nicht mehr genutzt, die zweigeschossige Halle stand leer. Jetzt hat das Unternehmen Laarakkers Projektentwicklung aus Düsseldorf das Grundstück gekauft. Laarakkers ist auf Flächenrecycling spezialisiert und gliedert nicht mehr genutzte Grundstücke wieder in den Wirtschaftskreislauf ein. "Wir kaufen brachliegende Objekte an, brechen die aufstehenden Gebäude ab, sanieren den Boden und entwickeln diese Gebiete komplett neu, damit sie erneut, dann als baureifes Land, vermarktet werden können", erklärt Geschäftsführer Merlijn Güppertz.

Der oberirdische Abriss ist bereits erfolgt. Auch alles Grün und die Bäume mussten weichen, weil im nächsten Schritt Fundamente abgerissen und der Boden saniert werden. Das Erdreich wird voraussichtlich bis zu einer Tiefe von drei Metern ausgetauscht. Im Zuge der späteren Gebietsentwicklung wird der Grünstreifen neu hergerichtet, 18 Bäume neu gepflanzt.

Bevor es aber mit der Entwicklung der Fläche weitergeht, muss das Unternehmen Klarheit über die zukünftige Nutzung haben. Gespräche mit einem möglichen Investor laufen. "Es ist aber zu früh zu sagen, was an der Feldstraße entstehen wird", sagt Güppertz. Die Sanierung, erklärt der Geschäftsführer, wird dann auf die zukünftige Nutzung der Fläche abgestimmt.

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Der Bebauungsplan, der zu diesem Zweck jetzt im beschleunigten Verfahren geändert wird und kommende Woche in der Bezirksvertretung Süd auf der Tagesordnung steht, sieht für das Areal ein "Mischgebiet" vor. Das bedeutet, dass hier zukünftig Wohnen und Arbeiten möglich sein werden. Gartenbaubetriebe, Tankstellen und Vergnügungsstätten sind ausdrücklich nicht erlaubt. Der B-Plan würde sowohl eine Bebauung mit Einfamilienhäusern als auch mit Mehrfamilienhäusern zulassen.

Die Änderung des B-Plans umfasst nicht nur das Areal der ehemaligen Lackfabrik, sondern ist weiter gefasst. Die rund 22.000 Quadratmeter große Fläche wird begrenzt durch Fütingsweg, Kölner Straße, Feldstraße und im Osten durch die angrenzende Wohnbebauung zwischen Feldstraße und Fütingsweg. Auch die derzeit als Obdachlosenunterkunft genutzte in Teilen denkmalgeschützte Don-Bosco Schule liegt in dem Bereich. Entlang der Kölner Straße, heißt es in der Vorlage, soll auf dem ehemaligen Schulgelände im Anschluss an die Bestandsbebauung eine geschlossene Bebauung fortgeführt werden. Sechs der acht Bäume auf dem Schulhof sollen erhalten bleiben.

Im Idealfall, sagt Güppertz, können sowohl die Verhandlungen mit dem Käufer als auch das B-Plan Verfahren parallel weitergeführt werden. Er hofft, dass die Offenlage noch vor der Sommerpause erfolgt und der Bebauungsplan im Herbst rechtskräftig wird.

(RP)