75-jähriges Bestehen des Krefelder Zoos: Neuer Imagefilm zeigt Vielfalt des Zoos

75-jähriges Bestehen des Krefelder Zoos : Neuer Imagefilm zeigt Vielfalt des Zoos

Am Samstag beginnt die neuntägige Festwoche zum 75-jährigen Bestehen des Krefelder Zoos mit einem interessanten und unterhaltsamen Programm, das ungewöhnliche Blicke hinter die Kulissen ermöglicht.

Die Generalprobe ist geglückt: Der knapp vierminütige, neue Imagefilm über den Krefelder Zoo wurde bei der ersten Vorführung von den Tierpflegern mit spontanem Applaus bedacht. "Und die sind kritisch, kritischer geht's nicht", sagten Direktor Wolfgang Dreßen und Sprecherin Petra Schwinn gestern Mittag bei der Vorstellung des Trailers und des Jubiläumsprogramms zum 75-jährigen Bestehen des Zoos. Emotionale Melodien untermalen schöne Bilder von den Tieren und dem Ambiente sowie das Lob von Besuchern und Offiziellen. Oberbürgermeister Gregor Kathstede spricht von "seinem ganz persönlichen Wohnzimmer", und Friedrich R. Berlemann von den Zoo-Freunden bezeichnet den Jubilar gar als "Krefelds Juwel".

Die Lobeshymnen der kleinen und großen Besucher, die Eingang in die Version gefunden haben, die ab heute im Internet auf der Homepage des Zoos zu sehen ist, seien echt. "Wir haben kein Drehbuch und keine Textvorgaben für den Film benötigt", berichtet Petra Schwinn und gibt die Komplimente an den Bockumer Stephan Kraus weiter. Dessen persönliche Verbundenheit zur Stadt und zum Zoo kämen eindrucksvoll zum Ausdruck, schwärmt Petra Schwinn über die Arbeit des Filmemachers, der mit seiner achtjährigen Tochter regelmäßig Gast im Zoo ist.

Natürlich will er mit seiner Familie auch zu den Jubiläumsfestivitäten erscheinen: Am Samstag, 25. Mai, beginnt die neuntägige Festwoche, die den Besuchern Einblicke in den Zoo ermöglicht, die ihnen sonst verborgen bleiben. Gärtnerei, Werkstätten, Verwaltung im alten Bauernhaus, Räume der Tierärztin — alles kann besichtigt werden. Und zu allen Fragen stehen Experten für Antworten zur Verfügung. Die Tierpfleger stellen ihre Schützlinge vor, und sogar Direktor Dreßen lässt sich über die Schulter gucken.

Darüber hinaus gibt es ein buntes Programm, das sehr speziell ist: Unter anderem gibt Tierärztin Stefanie Markowski hilfreiche Tipps vor den Schießversuchen mit dem Blasrohr. "Natürlich nicht auf unsere Tiere", fügte Petra Schwinn schnell hinzu und machte auf das Transportkisten-Quiz aufmerksam. Welche Kiste ist für welches Tier? Die Antwort, so Dreßen, sei nicht so leicht, wie man vermuten könnte. Die Frage zähle zum Prüfungsumfang nach drei Lehrjahren für die Tierpfleger.

Nicht ganz leicht sei auch die Erklärung, was sich hinter einer Hampelmann-Sicherung verberge. Nur so viel, es ist eine Sicherungseinrichtung für die Transportkiste eines Raubtieres. Was zum Beispiel bei einem Schieber für diese Kiste beachtet werden muss, und wie sie funktioniert, das lässt sich ausprobieren. Die Handwerker haben einen Schieber nachgebaut. "Hätten Sie zum Beispiel daran gedacht, dass darauf zu achten ist, dass der Schwanz eines Tigers oder eines Gepards nicht eingeklemmt werden darf", fragte Petra Schwinn. Wer ein anderes Abenteuer sucht, der kann auf einem Kamel reiten. "Das sind nicht unsere Wildtiere", beruhigt der Zoo-Direktor. Es handele sich um kastrierte Hengste, die in der tiergestützten Therapie für den Menschen eingesetzt würden. Gleichwohl erfordere es etwas Mut, sich auf den Rücken der Trampeltiere zu setzen. "Wir hoffen natürlich, dass wir schönes Wetter haben", sagt Dreßen mit sorgengetrübter Miene. "Man kann auch bei schlechtem Wetter viel Spaß haben", entgegnet Petra Schwinn — die Werbeexpertin für den Zoo.

(RP)
Mehr von RP ONLINE