Krefeld: Neuer Hockey-Laden bietet Profi-Training

Krefeld: Neuer Hockey-Laden bietet Profi-Training

Achim Hendle und Philip Grühn haben am Gahlingspfad ihr "Central Hockey Crefeld" eröffnet. Mit einem DEL-Profi wird derzeit verhandelt, um im Kellerraum künftig auch Schlagschusstraining anzubieten.

Wie viel Stunden Achim Hendle und Philip Grühn seit Jahresbeginn in ihren neuen Geschäftsräumen mit Sanierungs- und Renovierungsarbeiten verbracht haben wissen beide selbst nicht. Vor wenigen Tagen haben die beiden am Gahlingspfad ihr "Central Hockey Crefeld" auf einer Verkaufsfläche von 220 Quadratmetern eröffnet. Das neue Sportfachgeschäft hat es in solcher Form in Krefeld noch nicht gegeben. Hendle (61) ist seit mehr als 19 Jahren in der Eishockey-Branche tätig, sein 25 Jahre alter Kompagnon ist nicht nur gelernter Einzelhandelskaufmann, als Spieler des Inline-Bundesligisten Duisburg Ducks und des niederländischen Nationalteams sowie des Eishockey-Bezirksligisten GSC Moers weiß er auch, wo der Schuh bei den Aktiven drückt, wenn es mit dem Material nicht stimmt.

Die Erfahrung von Hendle gepaart mit der Dynamik des jungen Grühn brachte im Sommer des vergangenen Jahres beide dazu, selber was auf die Beine zu stellen. Die Idee zu einem neuen Fachgeschäft für Eishockey, Skater- und Inlinehockey war geboren, die Suche nach einem geeigneten Ort gestaltete sich jedoch zunächst schwierig. "Wir wollten in der Nähe der Eishallen und dem Horkesgath bleiben, wo ja Inlinehockey gespielt wird", sagt Hendle, dem dann Kommissar Zufall half. Ein Bekannter aus dem Eishockey bot ihm am Gahlingspfad die Räume einer alten Druckerei an. Nach einer Besichtigung dauerte es nur kurz, dann waren sich die neuen Geschäftsinhaber einig.

Und auch der Name wurde schnell gefunden. "Wir liegen zentral und gut erreichbar für unsere Kundschaft aus den Niederlande und dem Ruhrgebiet. Da wir beide auf den Retro-Look stehen, nennen wir uns Central Hockey Crefeld und haben uns ein Logo im Oldstyle zugelegt", erklärte Grühn für die Wahl des Namens.

Was anschließend folgte, waren Leitungen verlegen und Wände hochziehen, um die Ware zu präsentieren und einen Werkraum einzurichten. In der Werkstatt steht ein moderner Blademaster, eine Schleifmaschine für unterschiedliche Schliffe der Kufen. Doch auch das Werkzeug, um zum Beispiel Schläger zu kürzen oder Rollenwechsel bei den Schuhen vorzunehmen, hängt bereits an den Wänden. "Bei uns wird der Service großgeschrieben und gerade bei Reparaturen von Schuhen oder Torwartausrüstungen möchten wir uns von anderen Mitbewerbern abheben", sagt Hendle.

Visuell unterschiedet sich das neue Geschäft schon alleine durch den Teppichboden, denn der zwölfmal drei Meter große Vinylaufdruck mit dem Motiv eines Eishockeyfeldes lässt ein wenig Stadion-Atmosphäre auf kommen. Seitlich dazu stehen vier Abteilungen unterteilt in Skater- und Inlinehockeybereich, Schläger, Torwartausrüstung sowie für Kleidung und Protektoren zur Verfügung. Hier haben die Kunden künftig die Auswahl unter Produkten aller namhaften Hersteller. Auf ein besonderes Highlight müssen Hendle und Grühn allerdings noch etwas warten. Im Keller entsteht bis April ein großer Raum, an dessen Wänden Banden montiert werden und Kunststoffeis als Boden verlegt wird. "Dazu kommt dann noch ein Tor, dann kann jeder mal den Puck auf den Kasten hämmern und testen, ob der ausgesuchte Schläger gut in der Hand liegt", sagte Hendle. Doch das soll noch nicht alles sein. Mit einem DEL-Profi wird derzeit verhandelt, um dort künftig auch Schlagschusstraining anzubieten. "Das ist schon was Besonderes", so der Tenor der beiden Geschäftsinhaber, die einen stillgelegten Aufzug originellerweise zu einer Umkleidekabine umfunktioniert haben.

(RP)