Krefeld: Neuer Gewerbepark im Juni bezugsfertig

Krefeld: Neuer Gewerbepark im Juni bezugsfertig

Vertrauensvolle Zusammenarbeit macht sich bezahlt: Rund zwölf Monate lang hat die Grundstücksgesellschaft Krefeld eine rund 17.000 Quadratmeter große Fläche in Fichtenhain für Norbert Bienens Firmen reserviert. Dann ist der Kauf zustande gekommen. Es gibt ausreichend Interessenten für eine Beteiligung am Bau des Gewerbeparks "Mein Werk".

Was lange währt, wird endlich gut: Im September 2016 stellten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld (WFG) und der Mönchengladbacher Projektentwickler Norbert Bienen ihre Pläne für eine 17.000 Quadratmeter große Fläche in Fichtenhain vor. Dort sollten die beiden Projekte "Gewerbepark Mein Werk" und "Gewerbepark Medienstraße" realisiert werden. Gut ein Jahr lang habe die Grundstückgesellschaft Krefeld (GGK) die Flächen für Bienen reserviert, sagte WFG-Geschäftsführer Eckart Preen auf Anfrage unserer Redaktion. Ein finanzieller Schaden sei durch die lange Wartezeit nicht entstanden. "Es hat keinen weiteren Interessen für das Grundstück gegeben", betonte er. Für den Fall hätte die GGK auch noch ein Alternativareal anbieten können, so Preen. "Wir haben mit dem Geschäftspartner in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht", erklärte er die Bereitschaft, die Fläche so lange zu reservieren.

Im September 2017 gingen beide Parteien zum Notar, um den Verkauf offiziell zu machen. Der Preis dürfte bei etwa 1,5 Millionen Euro liegen. Insgesamt will Bienen rund 3,5 Millionen Euro investieren. Die Bauarbeiten für "Mein Werk" haben inzwischen begonnen. Ergebnisse sind bereits zu erkennen. Es entsteht ein Stahlbetonskelettbau mit Stahltrapezblechen als Fassade und flexibel kombinierbaren Hallen- und Büroflächen. Die zwölf Einheiten sind zwischen 200 und 400 Quadratmeter groß. Die Nachfrage für derartige Hallengrößen sei ungebrochen groß. "Bis auf zwei Einheiten ist das Objekt vermarktet", berichtet Bienen, geschäftsführender Gesellschafter Bienen & Partner. Im Juni dieses Jahres soll der Bau fertig sein. Dann nehme man auf dem Nachbargrundstück in einem zweiten Bauabschnitt den Bau des zweiten Gewerbeparks mit sechs Einheiten in Angriff. Dort können sich Unternehmen ansiedeln, die einen größeren Flächenbedarf haben. Im Angebot sind Hallen ab einer Größe von 400 bis 680 Quadratmetern, kombiniert mit Büroflächen ab 150 Quadratmetern.

Die Zielgruppe dafür bestehe aus Vertrieb, Service und Zulieferer, erklärte Bienen seinerzeit. "Wir achten auf einen gesunden Branchenmix." Autoschrauber oder Containerfirmen, die das Bild in dem von viel Grün bestimmten Gewerbepark Fichtenhain störten, seien an dieser Stelle unerwünscht. Das Umfeld biete hinsichtlich Grün Standards, die nicht oft erreicht würden, betonte Preen. Das Oberflächenwasser der großen Dachflächen werde versickert. Das Umfeld ansprechend gestaltet.

Projektentwickler Norbert Bienen, WFG-Geschäftsführer Eckart Preen und Architekt Norbert Jakobs (von links) stellen das Projekt vor Ort vor. Foto: Lammertz Thomas

Der Businesspark Fichtenhain sei ein hervorragender Standort in der Region, betonte Bienen und hebt die Nähe zum Ruhrgebiet und dem Düsseldorfer Flughafen hervor. Die neun Unternehmen, die sich schon für die Ansiedlung im Gewebepark "Mein Werk" an der Medienstraße entschlossen haben, stammen großenteils aus Krefeld, andere aus Düsseldorf und Meerbusch. Darunter eine Firma aus dem Bereich IT-Sicherheitssysteme, Industriezulieferer sowie ein Betrieb, der Oldtimer restauriert. Zwischen 100 und 130 Arbeitsplätze entstehen auf rund 3200 Quadratmetern Hallenfläche, die Gesamtfläche von "Mein Werk" beträgt etwa 8000 Quadratmeter. Der Innenausbau erfolgt jeweils individuell nach den Vorstellungen der Erwerber. Die Einheiten bieten mit einer Geschosshöhe von 6,60 Meter die Möglichkeit, diese um Büro- und Sozialräume oder Ausstellungsflächen im Erd- und ersten Obergeschoss zu ergänzen.

(sti)