Krefeld: Neue Untersuchung: Zwölf von 29 Pavillons an Schulen sind marode

Krefeld : Neue Untersuchung: Zwölf von 29 Pavillons an Schulen sind marode

Der bauliche Zustand vieler von Schulen genutzten Pavillons in Krefeld ist sehr schlecht. Dies geht aus einer Aufstellung hervor, die die Stadt auf Antrag der Grünen für den nächsten Schulausschuss erstellt hat.

Anlass für die Anfrage von Barbara Behr, Grünen-Ratsfrau, war der schlechte Zustand der Pavillons der Bismarckschule. Welche anderen Schulen ebenfalls auf Pavillons, also so genannte "Fertigklassen", setzen und in welchem Zustand sich diese befinden, fragte sie.

Die Krefelder Stadtverwaltung stellt in ihrer Antwort dar, dass die Pavillons, Fertigklassengebäude oder auch Schulleichtbauten größtenteils in den 1970-er Jahren als temporäre Maßnahmen eingesetzt worden waren, um den Platzbedarf der "geburtenstarken Jahrgänge" abzupuffern, ohne gleichzeitig Gebäudeüberkapazitäten zu schaffen. Aus diesen vorübergehenden Behelfslösungen sind dann aber vielerorts dauerhafte Provisorien geworden.

Im Krefelder Stadtgebiet sind einschließlich der Bismarkschule an insgesamt 20 Schulstandorten Pavillons im Einsatz, teilweise zwei an einem Standort. Das älteste Gebäude wurde im Jahr 1963 erstellt, das Jüngste im Jahr 2014. Konstruktiv bestehen die meisten Pavillonbauten aus zusammengesetzten Stahlcontainereinheiten in Modulbauweise. Teilweise sind die Fertigklassen aber auch aus Holzständerwerken erbaut. Der überwiegende Anteil der Pavillons befindet sich im Eigentum der Stadt Krefeld. Nur wenige Pavillons sind angemietet. Die Pavillons werden als Klassenräume, Fachräume, Ausweichräume, Pausen- oder Mehrzweckräume genutzt.

Die Stadtverwaltung betont, dass die Pavillons regelmäßig geprüft würden - durch Schulhausmeister und Bauleiter. Dabei würden Instandhaltungsbedarfe erfasst und Reparaturmaßnahmen veranlasst.

Die Krefelder Schulgebäude liegen im Verantwortungsbereich des 2011 gegründeten Fachbereichs Gebäudemanagement, ihm wurden damals die bislang den gebäudeverwaltenden Fachbereichen und Instituten obliegenden Eigentümerfunktionen übertragen. Auf diese Art sollte die Verantwortung für die Gebäude gebündelt werden.

(RP)