Krefeld: Nach Rekordjahr: Hafenchef Odermatt verlässt Krefeld

Krefeld: Nach Rekordjahr: Hafenchef Odermatt verlässt Krefeld

Der Krefelder Rheinhafen kann sich wieder sehen lassen: Er hat sein Schmuddel-Image abgelegt, und was für die Eigentümer noch wichtiger ist, er schreibt schwarze Zahlen. Große Namen wie Bauhaus und Amazon, Westfalen-Gas und Felbermayr haben sich dort angesiedelt. Hinter den erfolgen stehen die Geschäftsführer Elisabeth Lehnen und Sascha Odermatt.

Der kehrt Krefeld nun offenbar den Rücken. Er wird in Neuss gebraucht. Der Aufsichtsrat der Neuss Düsseldorfer Häfen (NDH) entschied am Donnerstagabend einstimmig, den beiden Gesellschafterversammlungen der NDH den 44-Jährigen für das Amt des Geschäftsführers vorzuschlagen. Das letzte Wort hat der Beteiligungsausschuss der Stadt Neuss, der am 17. April und damit nach den Düsseldorfern tagt. Odermatt stellte sich als einziger Kandidat vor.

Seit der Fusion der beiden Häfen vor 14 Jahren hatten der Hamburger Ulrich Gross (64) und der Rheinländer Rainer Schäfer (63) - zuvor Chef in Krefeld - die Häfen geführt. Ihre Verträge laufen mit Datum 30. April aus. Der neue Geschäftsführer soll zum 1. Mai antreten und sofort die volle Verantwortung übernehmen. Alleine gelassen aber wird er nicht. Ulrich Gross wird ihn in der Einarbeitungszeit begleiten. Der Aufsichtsrat stattet ihn dafür dem Vernehmen nach mit einem Beratervertrag aus.

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Sascha Odermatt verabschiedet sich aus Krefeld mit einem Rekordergebnis. Er führte den Betrieb, an dem die NDH zu 49 Prozent beteiligt sind, 2016 erstmals in die Gewinnzone. Das Jahr 2017 wird der Rheinhafen nun mit einem Gewinn abschließen, der - vorbehaltlich der Jahresabschlussprüfung - mit etwa 1,4 Millionen Euro nach Steuern liegt (wir berichteten). Odermatt und Jürgen Hengst (Aufsichtsrat des Krefelder Hafens) waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

(RP)
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