Krefeld: Nach Kampfabstimmung: Hofer leitet Katholikenrat

Krefeld: Nach Kampfabstimmung: Hofer leitet Katholikenrat

Das Gremium will sich mehr noch um die Bekämpfung der Kinderarmut und die Ökumene bemühen.

Die konstituierende Vollversammlung des regionalen Katholikenrates beendete am Dienstagabend mit den turnusmäßigen Wahlen den Vorsitz von Lothar Zimmermann. Er hatte das Amt vor zehn Jahren übernommen und wurde bei den Wahlen jeweils bestätigt.

Die jetzige Wahl war anders, denn der DJK (Deutsche Jugendkraft; katholischer Sportverband) und auch der Vorstand des Katholikenrates hatten Hans Joachim Hofer als Kandidaten für den Vorsitz vorgeschlagen. Aus Vorstandskreisen verlautete, dass man sich mehr "frischen Wind" und Erneuerung wünsche. Gleichzeitig kandidierte aber auch Lothar Zimmermann erneut, denn er wurde vom Sozialwerk und der Caritas vorgeschlagen. Als Wahlleiter fungierte der Geschäftsführer Johannes Nienhaus, der gemeinsam mit dem Vorstandsmitglied Reiner Franzke die Stimmen auszählte: Von 19 abgegebenen Stimmen entfielen in geheimer Wahl elf Stimmen auf Hofer, sechs Stimmen auf Zimmermann, bei zwei Enthaltungen.

Somit ist Hans Joachim Hofer der neue Vorsitzende des Katholikenrates der Region Krefeld. In einem kurzen Statement skizzierte er seine künftigen Ziele und Bestrebungen: Er stünde für mehr Teamgeist und einen besseren Informationsfluss innerhalb des Katholikenrates. Eine bessere Vertretung in der Politik sei ihm ebenso wichtig, wie die Vertretung in der Öffentlichkeit; hier möchte er das Profil des Katholikenrates stärken. Er möchte Teil eines Regionalteams sein "mit dem Regionalvikar als Kopf und Gesicht in der Region". Hofer ergänzte: "Ich begrüße den Vorschlag von Bischof Helmut Dieser auch Laien am Team zu beteiligen." Weiter beabsichtigt Hofer, Kinder und Jugendliche als Nachwuchs zu fördern und die Arbeitslosenzentren in ihrer Arbeit zu unterstützen, denn deren Arbeit sei nicht hoch genug zu schätzen. Außerdem sei ihm die Bekämpfung der Kinderarmut in Krefeld ein ganz besonderes Anliegen. Abschließend betonte Hofer, dass der Katholikenrat sich zukünftig noch mehr um Ökumene bemühen werde.

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In weiteren Wahlen wurden Roswitha van Eichels und Paul Keller als stellvertretende Vorsitzende gewählt, sowie als weitere Mitglieder des Vorstandes: Helmut Devos, Stefan Kronsbein, David Novak, Carmen Pelmter, Wilhelm-Ulrich Schmidt und Anne Schneider.

Der Katholikenrat ist der Zusammenschluss von Vertreterinnen und Vertretern der Räte der Gemeinschaften der Gemeinden (GdG) in der Region, der fusionierten Pfarreien und der katholischen Verbände, Institutionen und Einrichtungen sowie von weiteren Männern und Frauen aus Kirche, Gesellschaft und Institutionen. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Kräfte des Laienapostolates im Bistum zu fördern, zu koordinieren und zu bündeln. Damit ist er ein wichtiges Bindeglied, denn er vertritt die Anliegen der Katholiken in der Öffentlichkeit. Darüber hinaus wirkt der Katholikenrat eigenverantwortlich in gesellschaftliche Bereiche hinein.

(RP)
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