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Moody’s hält Finanzanlage bei Outokumpu für hochspekulativ

Wirtschaft in Krefeld : Moody’s hält Finanzanlage bei Outokumpu für hochspekulativ

Das Unternehmen teilte mit, dass die Rating-Agentur aus New York die Zukunft des Stahlkonzerns negativ sieht.

Zum zweiten Mal in weniger als einem Jahr stuft die Ratingagentur Moody’s mit Sitz in New York den Stahlkonzern Outokumpu mit seinem größten Werk Deutschlands in Krefeld herab. im Juni des vergangenen Jahres stufte Moody’s eine Investition bei der finnischen Aktiengesellschaft noch als spekulativ ein. Seitdem hat das Unternehmen einiges versucht, um die negative wirtschaftliche Entwicklung zu stoppen. Dazu zählten unter anderem Personalabbau und Strukturveränderungen. Teile aus dem Dienstleistungs- und Verwaltungssektors des Unternehmens wurden beispielsweise nach Litauen ausgelagert. Hinzu kommen Stilllegungen und Zurückfahren der Schichtumfänge. In einigen Bereichen soll nur noch an vier Tagen gearbeitet werden.

Wie Outokumpu mitteilt, bezeichnet Moody’s eine Anlage beziehungsweise Investition mittlerweile als hochspekulativ. Bei einer weiteren Verschlechterung der Lage seien Ausfälle wahrscheinlich. Moody’s stuft das Familienrating von Outokumpu nach Angaben des finnischen Stahlkonzerns herab und ändert den Ausblick für die Ratings auf negativ. Moody‘s Investors Service hat beschlossen, das Unternehmensfamilienrating von Outokumpu von B2 auf B3 und die Wahrscheinlichkeit eines Ausfallratings von B2-PD auf B3-PD herabzustufen. Gleichzeitig stufte Moody’s das Instrumentenrating der 2024 fälligen, vorrangig besicherten Schuldverschreibungen der Gruppe von B1 auf B2 herab. Der Ausblick aller Ratings wurde von stabil auf negativ geändert.

Die Rating-Gruppe B bedeutet hochspekulativ. Die dazugehörenden Ziffern geben an, ob im oberen, mittleren oder unteren Drittel der Gruppe. Nach B3 kommt Caa1. Nur bei günstiger Entwicklung seien kein Ausfälle zu erwarten.