Montessori-Grundschule führt Zirkus-Musical auf.

Vorhang auf!: Grundschüler führen Zirkus-Musical auf

Ein fröhliches Zirkusteam, zwei etwas sture Beamte — spannende Unterhaltung in der Premiere des Musicals „Der Tag, als der Zirkus verboten werden sollte“ in der Montessori Grundschule.

Die Bühne in der Bischöflichen-Maria-Montessori-Grundschule hat sich in eine Zirkusmanege verwandelt. Ein bunt gestreifter Zelthimmel wölbt sich über der Bühne und ein roter Vorhang führt in den Gang, aus dem die Artisten für ihren jeweiligen Auftritt kommen. „Buntelli“ ist, eingerahmt von vielen Punkten, auf der Seitenwand zu lesen.

Ein Spotlicht wandert über die Bühne und bleibt an der kleinen Person mit der roten Jacke und dem schwarzen Zylinder auf dem Kopf stehen. Ein Trommelwirbel setzt ein. „Sehr verehrtes Publikum, wir freuen uns, sie heute im Zirkus Buntelli begrüßen zu können“, eröffnet der Zirkusdirektor alias Lioba die Premiere von „Der Tag, als der Zirkus verboten werden sollte“. Seit Beginn des Schuljahres proben 75 Darsteller das Stück ein, bei dem ein Zirkus im Mittelpunkt steht.

Die Geschichte: „Buntelli“ will in einer Stadt auftreten, doch die Stadtverwaltung möchte dies gerne verhindern. Da sind nämlich die Beamten Müller 1 und Müller 2, die sich dem Ganzen in den Weg stellen. Artisten, Zauberei und Spaß sind nämlich nicht in ihrem Sinne. Doch ein Zirkus wäre kein Zirkus, wenn er sich nicht zu helfen wüsste und dazu auch noch zusätzliche Unterstützung erhielte...

Die Musicalaufführung hat in der Bischöflichen-Maria-Montessori-Grundschule eine feste Tradition. „Wir führen alle vier Jahre ein Musical auf, wobei wir die jeweilige AG zu Beginn des Schuljahres gründen. Alle Kinder der dritten und vierten Klassen, die mitmachen wollen, bekommen einen Platz in der AG“, informiert Schulleiter Joachim Cuypers. Gemeinsam mit sieben Lehrerinnen liefen Woche für Woche die Proben, wurden Bühnenbild, Kostüme und Requisiten vorbereitet, Texte auswendig gelernt und Lieder einstudiert. Auf der Bühne hat indes Eric als Magier seinen Einzug gehalten. Mit einem schwarzen flatternden Umhang und einem schwarzen Zylinder unschwer als Magier zu erkennen, zaubert er das erste Kaninchen aus dem Hut hervor. Musik ertönt, und der Chor setzt mit dem Lied „Wenn die Magie erwacht“ ein. Spannung beim Zauberer, herzliches Lachen im Anschluss, als der Starke Otto die Bühne erobert und unter dem Lied „Der starke Otto“ Gewichte stemmt und Eisen verbiegt. Den Zuschauern wird ein buntes Zirkusprogramm mit viel Musik geboten. Aber auch die besagten beiden Müllers fehlen nicht. Und was die Polizisten und die Zirkusprinzessin mit all dem zu tun haben, das bleibt eine Überraschung für die Besucher der drei weiteren — bereits ausverkauften — Vorführungen.