„Sozialkaritatives Zentrum“ in Krefeld MobiSatt: ein gesundes Mittagessen und Spielzeug für Krefelder Kinder

Krefeld · Tafel und Mobifant starten gemeinsam ein neues Projekt: Der große Saal im Obergeschoss der Tafel am Westwall wird zum Winterquartier für die mobile Aktion.

Simon Schild und Hildegard Rother-Hauser (kirchliche Jugendarbeit), Aylin Colakoglu und Thomas Jansen (Mobifant) sowie Tanja Kirsch-Boy und Hansgeorg Rehbein (Tafel) starten am Westwall das Projekt für Kinder.

Simon Schild und Hildegard Rother-Hauser (kirchliche Jugendarbeit), Aylin Colakoglu und Thomas Jansen (Mobifant) sowie Tanja Kirsch-Boy und Hansgeorg Rehbein (Tafel) starten am Westwall das Projekt für Kinder.

Foto: DJM

Ein gesundes, warmes Mittagessen und Spielzeug – das sollte doch eigentlich für jedes Kind normal sein. Weil das aber leider immer noch nicht so ist, starten die Tafel und die Spielaktion Mobifant – im Trägerwerk kirchliche Jugendarbeit – ein neues Projekt: „MobiSatt“. Der Hintergrund: Seit rund einem Jahr hat die Krefelder Tafel im „CVJM-Haus“ am Westwall 37-39 einen neuen Standort für die Lebensmittelausgabe – und das Gebäude soll zu einem „sozialkaritativen Zentrum“ werden, so Hansgeorg Rehbein, Vorsitzender der Tafel Krefeld.

Ein Schritt dazu ist das neue Projekt „MobiSatt“ für Kinder: Der große Saal im ersten Obergeschoss wird zum Winterquartier für die mobile Spielaktion: Montags bis freitags von 13 bis 18 Uhr sind das Mobifant-Team Thomas Jansen und Aylin Colakoglu mit einem offenen Spielangebot für Kinder am Westwall vor Ort – nach jetzigem Stand bis April 2023, wenn das Wetter wieder mobile Spielaktionen auf den Krefelder Spielplätzen zulässt. Immer um 14 Uhr gibt es einen warmen Mittagstisch für die Kinder, der über die Tafel Krefeld koordiniert wird: Tafel-Mitarbeiterin Beatrice Conrad kocht das Essen frisch – Hühnersuppe, Geschnetzeltes, Pizza…- ein Teil der Lebensmittel wird auf dem Westwall-Markt gekauft.

Für das neue Angebot hat die Tafel den Raum renoviert: Die Küche hat Tanja Kirsch-Boy über Ebay gekauft, 55 Stühle wurden in einer Behindertenwerkstatt aufgearbeitet. Im Regal stehen erste Bücher, in einer Kiste warten bunte Lego-Steine auf Bastler… Gegessen wird an einem großen Tisch, wobei sich Jansen vorstellen kann, den Raum als Bistro für kleinere Gruppen umzugestalten. Wichtig ist ihm, dass das Konzept für den Winter-Mobifant ebenso niederschwellig ist wie die Aktionen auf Spielplätzen: „Wir sind glücklich über das Winterquartier. Jeder kann kommen. Die Kinder sollen in einem netten, geschützten Raum aufwachsen.“

Im Moment ist MobiSatt als Aktion bis Anfang April geplant, aber Tanja Kirsch-Boy überlegt schon, auch im Sommer ein Mittagessen anzubieten. Auch das pädagogische Angebot soll verlängert werden, dafür werden aber andere Strukturen notwendig: „Eine halbe Stelle als festangestellte pädagogische Kraft ist dafür notwendig. Das schafft man nicht über Ehrenamt“, kennt Jansen die Nöte, die viele Mobifant-Kinder mit sich tragen. Was er sich wünscht: Dass Menschen ihm Lego-Steine als Spende bringen: „Ich möchte hier die größte Lego-Spielecke in Krefeld aufbauen.“ Wer die bunten Spielsteine abgeben möchte, kann zu den Öffnungszeiten vorbeikommen und sie unsortiert bringen.

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