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Mobilität ist in Krefeld wichtiges Zukunftsthema

Öffentlicher Personennahverkehr : Mobilität ist in Krefeld wichtiges Zukunftsthema

Der Ausbau von Fahrradachsen in Nord-Süd- und in West-Ost-Richtung erhöht die Chancen umweltgerechter Möbilität.

(sti) An die Mobilität der Zukunft denkt SPD-Ratsherr Jürgen Hengst, wenn er an Stadtentwicklung und den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) denkt. Mobilität sei nicht nur ein unverzichtbarer Wirtschafts- und Standortfaktor, er sei auch identitätsstiftend für die Alltagskultur und habe unmittelbare Wirkung auf die Attraktivität Krefelds und die Lebensqualität der dort lebenden Menschen“, erklärte der planungs- und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion. Ausbau und Stärkung dieser Infrastruktur seien daher wesentliche Forderungen sozialdemokratischer Verkehrspolitik, betonte der Radfahrer aus Leidenschaft.

Merkmal einer modernen Planungs- und Verkehrspolitik müssten daher stadtplanerische Maßnahmen sein, mit der die Chancen einer umweltfreundlichen Mobilität verbessert würden, so Hengst. „Wird ein Neubaugebiet geplant, muss eine gute ÖPNV-Anbindung von Beginn an mit gedacht und auch realisiert werden. In bestehenden dicht besiedelten Wohngebieten und Quartieren, in denen eine attraktive ÖPNV-Anbindung noch fehlt, muss nachgebessert werden“, forderte der SPD-Politiker.

Die im Rahmen einer Veranstaltung des Regionalrates vorgestellte Stationsoffensive der Deutschen Bahn AG könne hierbei helfen. „Krefeld könnte neue Bahn-Haltepunkte erhalten“, so Hengst, der für die SPD im Regionalrat sitzt. So würden mehr Menschen auf den ÖPNV umsteigen, beispielsweise im Berufsverkehr.

Wo und wann neue Haltestellen entstünden, stehe zwar noch nicht abschließend fest, die SPD-Fraktion werde aber das Ziel bislang unterversorgte Stadtteile und das Krefelder Umland besser anzubinden, nicht aus den Augen verlieren.

Auch der Ausbau von Fahrradachsen, die das Stadtgebiet in den Richtungen Nord-Süd und Ost-West durchqueren sollten, erhöhe die Chancen einer umweltgerechten Mobilität. „Erfolgreiche, internationale Konzepte setzen bei der Umsetzung derartiger Fahrradverkehrsachsen auf eine räumliche, mindestens jedoch bauliche Trennung von Fahrrad- und Kraftfahrverkehr, da so ein wesentlicher Beitrag zur Verkehrssicherheit und somit auch zur Akzeptanz der Wegeverbindung geleistet wird“, erläutert Hengst. Auf dieser Grundlage biete sich beispielsweise die Realisierung einer südlichen Achse entlang der K-Bahn-Trasse an. Die Realisierungsmöglichkeit werde aktuell durch die Verwaltung überprüft.

„Führen wir die Stadt- und Verkehrsentwicklung zusammen, wird dies zu einer Reduktion des motorisierten Verkehrs beitragen. Wir müssen uns an Leitbildern wie ‚Stadt der kurzen Wege‘, möglichst flächendeckende ÖPNV-Versorgung und fahrradfreundliche Stadtentwicklung orientieren“, sagte Hengst abschließend.

(sti)