1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld

Krefeld: Mittwoch und Donnerstag wieder Verdi-Warnstreiks

Krefeld : Mittwoch und Donnerstag wieder Verdi-Warnstreiks

Die Straßenbahnen werden wie am vergangenen Dienstag durch Busse ersetzt. Auch Kitas und Sportstätten sind laut Verdi betroffen.

Sowohl am morgigen Mittwoch als auch am Donnerstag werden aufgrund eines erneuten Warnstreik-Aufrufs der Gewerkschaft Verdi in Krefeld keine Straßenbahnen fahren. Sämtliche Linien will die SWK-Mobil durch Busse ersetzen, die nach der üblichen Straßenbahn-Taktung fahren. Morgen, so teilt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit, treffen sich die ÖPNV-Streikenden auf dem Platz der Wiedervereinigung vor der Fabrik Heeder. Am Donnerstag fahren alle Streikenden zu einer Regionalkundgebung nach Duisburg.

Am Donnerstag werden nach Verdi-Auskunft auch die städtischen Kindertagesstätten in Krefeld und Tönisvorst in den Streik einbezogen und nur eine eingeschränkte Betreuung anbieten können. "Auch die Sportstätten werden größtenteils abends für die Sportvereine nicht geöffnet werden, weil die Schulhausmeister zur Teilnahme an den Warnstreiks aufgerufen sind", teilt Verdi-Geschäftsführerin Mechthild Schratz mit. Darüber hinaus sei auch bei den Diensten der Sparkassen, der Bundesagentur für Arbeit und einiger städtischer Fachbereiche mit Beeinträchtigungen zu rechnen.

 Verdi-Geschäftsführerin Mechthild Schratz
Verdi-Geschäftsführerin Mechthild Schratz Foto: Lammertz, Thomas (lamm)
  • Krefeld : Welche Linien fahren — und welche nicht
  • RP ONLINE-Aktion zum Warnstreik : #mitfahren - Fahrgemeinschaft statt Streik-Stress
  • Warnstreiks in NRW : Nur für den 1. FC Köln soll der Nahverkehr rollen

"Die Arbeitgeber lagen in der zweiten Verhandlungsrunde weit entfernt von den Forderungen", schreibt die Gewerkschaft, die bekanntlich eine Erhöhung der Vergütungen um 100 Euro sowie 3,5 Prozent fordert. "Busfahrer, Erzieherinnen, Pflegekräfte und Müllwerker leisten unentbehrliche Arbeit für das Gemeinwohl und verdienen dafür Anerkennung — auch finanziell. Wir gehen davon aus, dass die Bürger dies verstehen", sagt Mechthild Schratz.

Als Folge der streikenden Straßenbahnfahrer und des Ersatzverkehrs durch Busse wird es nach Auskunft der SWK-Mobil auf den regulären Buslinien zu erheblichen Behinderungen kommen. Auf der Linie 042 entfallen die Haltestellen Werner-Voss-, Magdeburger- und Neukirchener Straße; auf der Linie 044 die Haltestellen Buddestraße und Glindholzstraße.

"Die Linien 055, 056, 062 und 063 können nur eingeschränkt bedient werden. Die Buslinien 046, 047, 051, 052, 054, 057, 059, 060, 061, 068, 069 und 927 entfallen komplett", teilt SWK-Pressesprecher Dirk Höstermann mit. Die Ringbuslinie 045 in Hüls könne voraussichtlich wie gewohnt fahren; dasselbe gelte für die Buslinien 064, 065, 066, 067, 074 und 839.

Für Fragen bezüglich des ÖPNV-Service steht für Fahrgäste der SWK die Telefonnummer 984111 bereit.

(lez)