Krefeld: Missbrauchsfälle: Stellungnahme der Kirche

Krefeld: Missbrauchsfälle: Stellungnahme der Kirche

In der Debatte um Missbrauchsfälle an deutschen Schulen und kirchlichen Einrichtungen positioniert sich seit gestern auch das Büro der Regionaldekane.

"Das Fehlverhalten innerhalb der Katholischen Kirche ist erschreckend. Wichtig ist, dies nicht zu vertuschen und den Opfern Hilfe und Unterstützung, Recht und Entschädigung zu verschaffen. Um zu verhindern, dass sich so etwas wiederholt, ist ein kritischer und aufmerksamer Blick für notwendende Strukturverbesserungen unerlässlich", heißt es in der gemeinsamen Stellungnahmen des Referenten für kirchliche Jugendarbeit in der Region Krefeld/Meerbusch, Klaus von der Heiden, Jugendseelsorger Christoph von der Beek, Regionaldekan Johannes Sczyrba, der Katholische Fachkonferenz für Offene Jugendarbeit sowie dem BDKJ-Regionalverband.

Wichtig sei, zu betonen, dass Missbrauch und Kindeswohlgefährdung Probleme in der Mitte der gesamten Gesellschaft sind, schreiben die Unterzeichner. "Die meisten Missbrauchsfälle passieren in Familien und im privaten Umkreis der Opfer." Zur gebotenen Achtsamkeit gehöre, verantwortliche Nähe und Beziehung anzubieten.

Weiter: "In der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit gibt es einen professionellen Blick auf Gefährdungen und ein – wie es dem Schutzauftrag entsprechicht – verantwortungsbewusstes Eingreifen zum Wohle der Kinder. In den offenen Jugendfreizeitstätten der katholischen Kirche sind die Mitarbeiter vor zwei Jahren zum gesetzlich neu verankerten Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung qualifiziert geschult worden und arbeiten mit hoher Sensibilität und Professionalität."

(RP)