Krefeld: Ministerin begleitet Krefelder Pflegetour

Krefeld: Ministerin begleitet Krefelder Pflegetour

Die Pflegedienste werben in NRW für bessere Vergütung durch die Kassen. Zum Abschluss der Kampagne kam Ministerin Barbara Steffens nach Krefeld.

Zwei Wochen lang haben die ambulanten Pflegedienste für eine bessere Vergütung durch die Krankenkassen gekämpft. Während in den vergangenen Jahren die reale Kostensteigerung für die Dienste um 20 Prozent gestiegen sei, hätten die Kassen die Vergütung nur um sieben Prozent angehoben, sagte gestern Christoph Abrahamczik, Betriebsleiter der Krefelder Pari-Mobil GmbH. "Wir fordern 13 Prozent." Mit der Kampagne "Mehr Zeit für Pflege", die als Fahne auch auf vielen Pflegefahrzeugen in Krefeld zu sehen war, machten die Pflegedienste auf ihre Forderung aufmerksam. Gestern erhielten sie dafür Unterstützung von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens, die eine Krefelder Pflegekraft auf ihrer Tour bei zwei Patienten begleitete. "Ich habe gemerkt, wie eng der Zeitplan ist, da darf nichts dazwischen kommen", sagte Steffens. "Am heutigen Markttag ist es für die Pfleger in der City besonders schwierig, von Patient zu Patient zu fahren."

3000 zu Pflegende gibt es in Krefeld. Nicht selten müssen Pfleger bei einer vierstündigen Tour heute 16 Patienten und mehr betreuen, noch vor zehn Jahren seien es zwei bis drei Patienten weniger gewesen, sagte Hermann Zaum, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Streiks als Mittel des Protestes schloss er gestern aus. Die Verhandlungen zwischen Kassen und Pflegediensten laufen an, die Ministerin sagt: "Die Pflegedienste müssen transparent machen, was notwendig ist."

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2500 Krefelder haben die Kampagne "Mehr Zeit für Pflege" unterstützt, indem sie eine Postkarte unterschrieben.

(RP/ac)
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