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Krefeld: Metal auf Deutsch: Callejon kommt in die Kufa

Krefeld : Metal auf Deutsch: Callejon kommt in die Kufa

Die Düsseldorfer sind mit ihrem aktuellen Coveralbum "Man spricht deutsch" auf Tour – ein kurzweiliges Spaßprojekt, so die Werber, das jeder Metal-Party zu finalen Reanimationsstößen verhelfen könnte. Am 4. Oktober sind sie in Krefeld.

Die Düsseldorfer sind mit ihrem aktuellen Coveralbum "Man spricht deutsch" auf Tour — ein kurzweiliges Spaßprojekt, so die Werber, das jeder Metal-Party zu finalen Reanimationsstößen verhelfen könnte. Am 4. Oktober sind sie in Krefeld.

Warum fällt dem Düsseldorfer Rockfreund zu Callejon auch gleich die Band Cho-Jin ein? Weil beide Kapellen aus der selben Stadt kommen, gleich klingen, prominente Fürsprecher haben und doch so unterschiedlich sind. Callejon haben's geschafft. Cho-Jin sind in der Versenkung verschwunden, haben sich aufgelöst. Vielleicht ist es der Abstand, den Callejon zum Leben im Musikzirkus bekommen haben.

Wenn ein Gründungsmitglied mit nur 26 Jahren stirbt, relativiert sich so einiges. Callejon kommt aus dem spanischen und bedeutet so viel wie Sackgasse. Sollte die Gruppe sich dort befunden haben, hat sie längst die Orientierung wiedergefunden. Ihr aktuelles Album "Man spricht deutsch" landete auf Platz sieben der deutschen Verkaufscharts. Mit Humor und einer gewissen Portion Selbstironie bewegen sich die Mannen um Sänger Bastian "BastiBasti" Sobtzik wie selbstverständlich in Fernsehstudios und auf großen Bühnen wie dem Wacken Open Air.

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Am Freitag, 4. Oktober, kommen Callejon in die Krefelder Kulturfabrik an der Dießemer Straße 13. Einlass ist um 19 Uhr, die Tickets kosten 22 Euro. Der ganz große Durchbruch steht noch aus, wird vielleicht nie kommen. In diesen Zeiten reichen nämlich schon bescheidene Verkaufszahlen, um in die Charts aufzusteigen.

Mit ihrem energiegeladenen metallastigen Sound und den deutschen Texten steigt allerdings die Zahl der Sympathisanten. Die Musiker aus dem Rheinland wissen darüber hinaus die Karte Provokation gut zu spielen und populistische Wortspiele a la "Blitzkreuz" als Titel des vierten Albums (zwei Wochen bis auf Platz neun der Charts) einzusetzen. Allzu euphorische PR-Agenturen preisen das Quintett bereits als die legitimen Nachfolger Rammsteins. So weit sind Callejon bei weitem nicht. Gleichwohl liefern sie eingängige Rhythmen für Headbanger.

Die Wurzeln ihrer Musik wuchern unübersehbar aus der Ungewissheit. 2012 gaben Callejon stolz bekannt, dass eine echte Legende des Metal ihr Album "Blitzkreuz" abmischen werde: Colin Richardson hat zuvor bereits bei Bands wie Machine Head, Slipknot und Bullet For My Valentine an den Reglern gesessen. Man hört's, wovon sich auch die Zuschauer und -hörer von ZDFkultur in der Sendung "On Tape" in diesem Jahr überzeugen konnten. Callejons Bekanntheitsgrad steigt, ihre Musik kommt an, und in Krefeld wollen sie nun beweisen, dass sie einen vollen Saal zum Kochen bringen können. Dafür haben sie sich bei ihren Touren kreuz und quer durch die Republik den "Arsch aus der Hose" gespielt — Cho Jin (japanisch Übermensch) hat das nicht getan — das Ergebnis ist bekannt.

(RP)