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Messe für Nachhaltigkeit auf der Rennbahn in Krefeld

Eröffnung in Krefeld im September : Messe für Nachhaltigkeit auf der Rennbahn

„Wir wollen zeigen, dass wir in Krefeld und Umgebung tolle, nachhaltige Unternehmen, Vereine und sonstige Organisationen haben und helfen, sie bekannt zu machen“, erklärt Mitorganisator Michael Neppeßen.

„Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Das transportieren wir auch seit Jahren im SWK-Open-Air-Kino, wo wir jedes Jahr einen Film zur Nachhaltigkeit haben“, sagt Uwe Papenroth, einer der beiden Organisatoren des Kinos an der Rennbahn. Daraus entstand die Idee, noch mehr zu tun, um Nachhaltigkeit zu fördern. „Wir hatten eigentlich im vergangenen Jahr schon vor, eine Nachhaltigkeitsmesse zu veranstalten. Das holen wir jetzt in diesem Jahr nach“, sagt der engagierte Veranstalter.

Das Konzept ist dabei so einfach wie komplex: „Wir wollen zeigen, dass wir in Krefeld und Umgebung tolle, nachhaltige Unternehmen, Vereine und sonstige Organisationen haben und helfen, sie bekannt zu machen“, erklärt Michael Neppeßen, der schnell mit im Boot war. „Dabei definieren wir Nachhaltigkeit aber nicht nur ökologisch. Echte Nachhaltigkeit ist ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig“, fügt er hinzu.

Diese ganzheitliche Herangehensweise überzeugte auch die Sparkasse. „Gleich zu Beginn ihrer Überlegungen haben die Organisatoren uns angesprochen. Wir waren schnell überzeugt, denn Nachhaltigkeit ist auch für die Sparkasse ein wichtiges Thema, sagt Harald Schulze, der Leiter der Unternehmenskommunikation des Geldinstituts.

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Am zweiten September-Wochenende heißt es daher nun: „neu leben – präsentiert von der Sparkasse Krefeld“. Dabei sollen bis zu 50 Aussteller ihre Nachhaltigkeitsbestrebungen zeigen. „Das können etablierte Unternehmen wie die SWK oder Tölke und Fischer sein, es ist die Stadt Krefeld, der Zoo und die VHS, aber auch Vereine wie der Imkerverein oder ambitionierte Startups. Gern wollen wir auch NGOs haben. Diesen würden wir auch finanziell entgegen kommen und sie ohne Ausstellergebühr aufnehmen“, erläutert Papenroth.

Generell soll es sich bei der Messe um ein Event für die ganze Familie handeln. „Wir haben beispielsweise die größte Hüpfburg Deutschlands vor Ort. Es wird auch Podiumsdiskussionen geben. So wird zum Beispiel am Freitag Rüdiger Höfken eine Diskussion zum Thema nachhaltige Finanzen moderieren. Am Samstag und Sonntag folgen dann weitere Diskussionen zu Themen wie Mobilität, Tierhaltung, Artenschutz oder Industrie geben. Diese wird vermutlich Anne Poleska-Urban, die ehemalige Weltklasseschwimmerin, moderieren“, erläutert Neppeßen.

Dabei sollen aber nicht nur die Aussteller nachhaltig sein. „Wir sind bemüht, es so weit wie irgend möglich auch organisatorisch zu sein. So wird es natürlich keine Kunststoff-Strohhalme oder -becher geben. Das angebotene Essen wird vor allem vegetarisch oder vegan sein. Wir bieten als Getränk Afri Cola an – die einzige Cola, die als CO2-neutral zertifiziert ist. Auch gibt es No-Moo-Eis, ein veganes Eis, das wir probiert haben und das wirklich gut schmeckt“, erzählt Papenroth.

Lediglich die Corona-Situation könnte noch einen zumindest teilweisen Strich durch die Rechnung machen. „Natürlich müssen und wollen wir uns an die Vorgaben halten, die dann eben gelten. Die Hoffnung, dass wir auch im September noch ähnliche Regularien haben, wie derzeit, ist natürlich groß. Aber wir haben vorgesorgt und können die Zahl der Besucher auf dem Gelände sehr genau regeln. Es gibt aber ganz bewusst keine Aussteller in Innenräumen. So sind wir hier sehr gut vorbereitet und brauchen vermutlich keine Maskenpflicht“, erläutert Papenroth.

Die zweite große Unbekannte ist aber deshalb das Wetter. „Es ist der Hauptgrund dafür, dass wir den September gewählt haben. Erfahrungsgemäß ist es dann am trockensten. Wenn wir ein Wetter hätten, wie es in den vergangenen Tagen vorherrschte, dann wäre es naturgemäß schwierig“, sagt er.

Doch selbst dann würden die Organisatoren ihre Messe mit Herzblut betreiben. Denn Nachhaltigkeit liegt ihnen spürbar am Herzen. Es soll auch nicht die einzige Messe ihrer Art bleiben. „Es ist unser erklärter Wunsch und unser erklärtes Ziel, aus dieser Veranstaltung ein jährliches Event zu machen. Wir möchten Nachhaltigkeit in Krefeld vorantreiben helfen“, bilanziert Papenroth. Umso wichtiger ist ein guter und erfolgreicher Start.