Krefeld: Maroder Rathausplatz bekommt neues Pflaster für 450.000 Euro

Krefeld: Maroder Rathausplatz bekommt neues Pflaster für 450.000 Euro

Der Rathausplatz bekommt neue Platten. Außerdem soll das Tiefgaragendach abgedichtet werden. In der Bezirksvertretung Mitte stellte die Stadt gestern die Arbeiten vor. Gesamtvolumen: 615.000 Euro.

Interessiert verfolgten gestern die Bezirksvertreter Mitte in ihrer 23. Sitzung die Ausführungen von

Baustellenkoordinatorin Monika Sellke von der Stadt. Sie stellte die Neugestaltung des Von-der-Leyen-Platzes vor, die am 6. März im Bauausschuss beschlossen werden soll. Es wird mit Kosten in Höhe von 615.000 Euro gerechnet.

Die aktuellen Platten auf dem Rathausplatz sind schon lange ein Ärgernis. Sie haben sich verschoben und angehoben, so dass teilweise gefährliche Stolperstellen entstanden sind. Auch Radfahrer kämpfen mit den Lücken zwischen den einzelnen Platten, in denen Reifen steckenbleiben können. Diese Situation hatte Planungsdezernent Martin Linne bereits beim Bürgergespräch der SPD geschildert und die Planungen kurz vorgestellt (wir berichteten).

Nun legte das Planungsamt den Bezirksvertretern konkrete Zahlen vor. Demnach betragen die Herstellungskosten der Platzteilfläche 450.000 Euro. Hinzu kommen weitere Kosten für Abdichtungsarbeiten in Höhe von 165.000 Euro.

Laut Linne mache es keinen Sinn mehr, an eine Sanierung der alten Pflasterung zu denken. Es sei damals in diesem Bereich einfach falsch geplant worden. Der Teilbereich vor dem Rathaus, um den es geht, hat eine Fläche von rund 36 mal 36 Metern, die nun mit Beton-/ Werksteinplatten neu belegt werden soll.

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Wie es in der Vorlage der Verwaltung heißt, soll der neue Belag aus befahrbahren "stahlarmierten" Platten im Format 1,20 Meter mal 1,20 Meter in der Farbe "hell" bestehen. Außerdem seien Pflaster- oder Plattenbeläge für eine Bänderung in einer Streifenbreite von 80 Zentimetern in Kleinpflaster vorgesehen. "Die Streifen der Bänderung verlaufen dabei quer vor dem Rathaus-Eingang", heißt es. Über vier so genannte Schlitzrinnen werde das Regenwasser in das Kanalnetz abgeleitet.

Bevor jedoch mit der Neugestaltung des Platzes begonnen werden könne, müsse erst die sich darunter befindende Tiefgarage abgedichtet werden. Sie sei alt und deshalb an vielen Stellen undicht, so dass sich Wasser auf der Tiefgaragenebene ansammele. Bisher kann nur spekuliert werden, woher die Undichtigkeit genau kommt. So könnten schadhafte Bauwerksfugen ein Grund sein. Sinnvoll sei es in jedem Fall, im Zuge der vorgesehenen Oberflächenerneuerung am Von-der-Leyen-Platz die Auffüllung der zu sanierenden Fläche bis auf die Betonoberfläche abzugraben, mögliche Bauwerksfugen zu "ertüchtigen" und eine neue Bauwerksabdichtung aufzubringen. Das neue Pflaster soll Verkehr bei Veranstaltungen aushalten.

Wie groß der Arbeitsumfang sein wird, hängt von der Oberflächenbeschaffenheit der Betondecke und dem Zustand der Fugen ab. Mit den Arbeiten soll zügig begonnen werden.

CDU-Ratsfrau Stefani Neukirchner erklärte, sie habe mit Schrecken bemerkt, wie viel Wasser schon in die Tiefgarage eindringe. Die Sanierungsmaßnahme sei dringend notwendig. Ratsherr Jürgen Heitzer wünschte sich mehr Grün auf dem Platz - Sellke erwidertet, dass wegen der Tiefgarage auf dem Platz nur Kübel möglich seien.

(bk)
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