Krefeld: "Mama Laudaaa" - Party-Hit aus Kliedbruch

Krefeld: "Mama Laudaaa" - Party-Hit aus Kliedbruch

Selbst Formel-1-Rennsportlegende Niki Lauda zählt zu den Fans des Krefelder Schlagerduos "Specktakel", das mit seinem Debüt "Mama Laudaaa" den Partykracher der Saison singt. Die beiden Krefelder aus Kliedbruch legten mit ihrer Eigenkomposition einen Blitzstart auf den Bühnen in Deutschland und auf Mallorca hin.

Julian Pohlmann (27) und Leonhard Munz (22) wollten unbedingt auf die Bühne, und plötzlich war die zündende Idee da. Student Pohlmann düste aus Berlin in seine Heimatstadt, setzte mit Kumpel Leonhard den Impuls in einen Liedtext um und schickten ihn per Mail an den Erfolgsproduzenten Mike Rötgens von Xtreme Sound Köln. "Die Antwort traf blitzschnell ein", erzählten die Krefelder gestern. Sie fuhren in die Domstadt und gingen ins Studio. Gemeinsam mit dem alten Schlagerhasen Almklausi war der neue Partykracher "Mama Laudaaa" schnell im Kasten.

Das Krefelder Schlager-Duo macht im Bierkönig mit seinem Debüt-Song richtig Stimmung und wird bereits in einem Atemzug mit den Großen der Szene genannt. Foto: Specktakel

Ob im Bierzelt, auf dem Ballermann, in der Disco, auf dem Schlagerfest. Immer wenn die Frage gestellt wird: "Wie heißt die Mutter von Niki Lauda?" grölt das gesamte Partyvolk unisono "Mama Laudaaa", Mama Laudaaa". Und diese Frage wird sehr oft gestellt. Immer dann, wenn in einer Kneipe oder einem öffentlichen Ort die Musik zu leise ist. Seit der Veröffentlichung Anfang Februar steht das Lied in der Top Ten der Schlagercharts, auf Platz eins in den Ballermann-Charts und auf den ersten drei Plätzen in den Mallorca-Charts. Mit knapp 4 vier Millionen Aufrufen auf Youtube in 14 Wochen gehört Specktakel zu den erfolgreichsten Newcomern in der deutschsprachigen Party-Schlagerwelt.

Hinter dem Namen Specktakel verbergen sich Leonhard Munz und Julian Pohlmann. Der 22-Jährige spielte schon in der Musikschule Klavier und sang. Sein Partner saß in der Schülerband am Schlagzeug und lernte später das Gitarrespiel. Ende 2017 verwirklichten sie ihren Traum und schrieben ihren ersten Songtext: Mama Laudaaa. Die Idee dazu entstand auf einer Hamburger Party, als ein Freund diesen Spruch an den DJ richtete. Zurück in Krefeld schrieben sie direkt den kompletten Text und reichten ihn spontan bei dem Produzenten Rötgens ein. Rötgens war direkt begeistert und gab den beiden Newcomern den Tipp, den Song zunächst gemeinsam mit einem bereits bekannten Künstler der Partyszene als Duett zu veröffentlichen. Die Wahl fiel dabei auf Almklausi, der gerade auf der Suche nach einem neuen Song war.

Schon vor der eigentlichen Veröffentlichung nutzte Almklausi die Gelegenheit, den Song a cappella auszuprobieren. Die Reaktion im Publikum war überwältigend. Seit Karneval gehe "Mama Laudaaa" durch die Decke, erklären die Künstler. Die Krefelder verhalfen dem schwäbischen Sänger nach 15 Jahren Bühnenpräsenz zu seinem erfolgreichsten Hit und stehen jetzt selber auf den großen Bühnen.

Bei ihrem ersten Auftritt auf dem Opening des Bierkönigs am Ballermann rockten sie als Newcomer die Bühne und sorgten für viel Aufmerksamkeit in der Branche. Überraschend schnell kam die Einladung, auf dem Bierkönig-Festival dabei zu sein. Es findet an 19 Tagen in den Sommermonaten in unterschiedlichen Bundesländern statt. In NRW tritt Specktakel am 9. Juni in der Bochumer Jahrhunderthalle und am 11. August auf der Dortmunder Galopprennbahn auf. Mit von der Partie sind große Namen der Branche wie Mickey Krause, Peter Wackel, Tim Toupet, Anna Maria Zimmermann und einige mehr.

  • Die Fernseh-Highlights an den Feiertagen

Vor Tausenden Menschen die Bühnenpremieren zu haben, ist ebenso ungewöhnlich wie die gesamte Geschichte von Specktakel und ihrem Mama Laudaaa. "Insider der Branche sind sich darüber einig, dass wir das Zeug haben, als junges Duo in der Partyszene durchzustarten", sagten die Krefelder.

Selbst der frühere Rennsport-Weltmeister und Geschäftsmann Niki Lauda findet den Song über seine Mutter gut. In einem exklusiven Interview mit der Bild-Zeitung antwortete er auf die Frage, wie er den Song findet, in dem es heißt: Wie heißt die Mutter von Niki Lauda? : "Ich amüsiere mich über diese Dinge, absolut im Positiven. Nix dagegen. Der, dem das eingefallen ist, er hat eine gute Idee gehabt."

Man darf sehr gespannt sein, welche "specktakulären" Geschichten das Duo in Krefeld noch schreibt. Vielleicht ist das Duo ja auch in der Heimat mal live zu erleben - zum Beispiel im Karneval, auf Schützenfesten oder bei der Aufstiegsfeier des KFC Uerdingen. Immerhin sind die stolzen Krefelder, aktiv sowohl in der Prinzengarde als auch im Schützenleben und drücken dem heimischen Fußballclub die Daumen.

Das Sänger-Duo blickt übrigens selbst auf eine sportliche Vergangenheit mit Anspruch zurück. Beide spielten in der Jugendnationalmannschaft im Wasserball und traten in der ersten Bundesliga für den SV Krefeld 72 um Punkte an.

(sti)
Mehr von RP ONLINE