1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld

Mahnwache nach dem Brand des Affenhauses

Nach dem Brand des Affenhauses : Zoo: Mahnwache mit Unterstützung und auch Kritik

Nach Angaben der Polizei haben 250, nach Veranstalterangaben 150 Personen am Samstagnachmittag an einer Mahnwache vor dem Zoo teilgenommen. Diese war von Tierrechtlerin Adrienne Kneis angemeldet worden und hatte im Vorfeld für viel Kritik in den sozialen Medien gesorgt.

Gerade der Aufruf, in dem Zoodirektor Wolfgang Dreßen „heuchlerische Trauer“ vorgeworfen wurde, ließ die Emotionen überkochen. „Dieser Aufruf stammt nicht von mir. Ich habe nur das Bild erstellt und die Veranstaltung angemeldet. Es geht mir nicht um Kritik am Zoo. Von dem Aufruf distanziere ich mich. Derzeit steht Trauer im Vordergrund, und allein darum geht es mir“, sagte Kneis.

Viele Zoobesucher und Passanten nahmen das jedoch deutlich anders wahr. In der Tat waren unter den Schildern der Teilnehmer auch viele kritische Töne gegen Tierhaltung insgesamt, gegen Zoos und gegen einen Wiederaufbau des Affenhauses zu lesen. Kneis verwehrte sich dagegen, dass dies von ihr beabsichtigt sei. „Ich kann nicht jedes Schild kontrollieren, und jeder darf seine Meinung haben“, sagte sie. Trotzdem kam es immer wieder zu hitzigen Diskussionen zwischen Mahnwachen-Teilnehmern und Zoobesuchern. Bei den Zoomitarbeitern, die in der großen Sympathiewelle viel Trost finden, kam die Kundgebung eher negativ an. „Wir sind am Limit und versuchen, diese negativen Äußerungen von uns fernzuhalten“, sagte eine Mitarbeiterin.