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Krefeld: "London Calling" — Theaterball im Zeichen Großbritanniens

Krefeld : "London Calling" — Theaterball im Zeichen Großbritanniens

Unter dem Motto "London Calling" hatte das Krefelder Theater am Samstag zum Ball eingeladen – ganz zum Gefallen der Gäste, die zahlreich kamen. Die schönsten Momente im Minutenprotokoll.

Unter dem Motto "London Calling" hatte das Krefelder Theater am Samstag zum Ball eingeladen — ganz zum Gefallen der Gäste, die zahlreich kamen. Die schönsten Momente im Minutenprotokoll.

18.10 Uhr Die Eingänge von Theater und Mediothek sind festlich geschmückt — Blumendekorationen und große Fackeln zeigen, dass eine ganz besondere Veranstaltung ansteht.

18.15 Uhr Kaum haben die Türen zum Theater geöffnet, drängen die Gäste ins Innere. Mäntel werden an der Garderobe deponiert, einige Frauen wechseln schnell noch das Schuhwerk.

18.25 Uhr Fotografen fangen die Gäste schon im Foyer ab. Blitzlicht-Gewitter wie auf dem roten Teppich einer Premiere in einem Londoner Theater.

18.40 Uhr Das Foyer im Theater ist voll. Durchdrängeln, um Bekannte zu begrüßen: so gut wie unmöglich. Die Damen bestaunen Ballkleider, Komplimente für Schuhe, Frisuren, Accessoires werden gemacht. Auch die Herren können sich sehen lassen: die meisten sind in Smoking, Stresemann, Frack oder gut sitzenden Anzügen unterwegs.

18.50 Uhr Endlich gehen die Türen zum großen Saal auf. Die Ballgäste eilen zu ihren Sitzplätzen. Den Anfang machen die Niederrheinischen Sinfoniker mit der Ouvertüre zu HMS Pinafore.

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19 Uhr Die Instrumente sind gestimmt, Generalmusikdirektor Mihkel Kütson will gerade seinen Taktstock erheben, als eine der Seitentüren noch einmal auffliegt und die letzten Gäste in den Theatersaal stürmen.

19.12 Uhr "Mit diesen Mädchen wäre ich auch gerne zur Schule gegangen", kündigt Generalintendant Michael Grosse "Three Little Maids from School", den nächsten Programmpunkt an. Charlotte Reese, Sophie Witte und Lisa Katarina Zimmermann verzaubern nicht nur den Hausherrn, sondern auch das Publikum. Mittlerweile duftet es sogar schon im Saal verführerisch nach Lammbraten und Fisch-Pie.

19.29 Uhr Die Zeit vergeht wie im Flug. Songs aus "My Fair Lady" und "Me and My Girl" zaubern den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht. Und der Ballwalzer weckt bei Generalintendant Grosse große Erwartungen: "Jetzt wissen Sie schon einmal, welche Standards wir heute von Ihnen erwarten werden", scherzt er.

19.35 Uhr Der Ball ist offiziell eröffnet. Niederrheinische Sinfoniker und Ballgäste teilen sich nun die Bühne. Eng ist es - aber den Eröffnungstanz wollen sich viele nicht entgehen lassen. Oder haben sie vielleicht doch Angst, dass Grosse seine Drohung wahr macht und es erst etwas zu essen gibt, wenn alle auf der Tanzfläche waren?

19.45 Uhr Krabben-Cocktail, Roast-Beef, grüner Spargel und Scones locken die Besucher ans Buffet. Lange Schlangen ziehen sich durch das Theater. Wer nach einiger Zeit die gewünschten Speisen auf dem Teller hat, steht vor dem nächsten Problem: Sitzplätze sind rar, selbst Stehplätze sind hart umkämpft. Einige Gäste sitzen mit ihren Tellern auf den Treppen des Theaters, andere stehen an der Bar.

20 Uhr "Das ist unmöglich", schimpft Gregor Hallmann, der im Stehen essen muss. Und seine Frau Gabriele fügt hinzu: "Die Veranstalter weiß doch, wie viele Menschen gleichzeitig essen wollen, wieso können sie nicht genug Platz schaffen?"

20.30 Uhr Auch in der Mediothek wird es langsam voll. Die Inhaber von Flanierkarten dürfen nun auch in den Ballabend starten.

20.45 Uhr Es darf wieder getanzt werden: Das Hartman-Hilter-Orchester und Sabina Murza mit ihrer Band spielen Rumba und Walzer.

21 Uhr In der Cocktail-Bar, die wie ein britischer Pub ausgestattet ist, dröhnt Britpop aus den Boxen. Gemütlich, unaufdringlich, eine Oase der Ruhe im wilden Ball-Getümmel.

21.15 Uhr London ist die europäische Musical-Hauptstadt. Cats, Camelot und Secret Garden sind nur einige Stücke, aus denen das Programm "There is no Place like London" zusammengestellt wurde.

21.35 Uhr Im Durchgang zwischen Mediothek und Theater hat sich ein langer Stau gebildet. Geduld ist für diejenigen angesagt, wer gerne die Beatles-Hommage "Liverpool-Singing" sehen möchte.

22.30 Uhr Die Ballgäste sind zufrieden: sie können sich auf zwei großen Tanzflächen austoben - auf der Bühne des Theaters gibt es traditionelle Ballmusik, während in der Mediothek Pop gespielt wird.

23 Uhr Die dritte Tanzfläche ist eröffnet - und schon nach wenigen Minuten geht im linken Saitenfoyer nichts mehr. Die Musik von DJ Monsieur Discothek scheint bei den Ballbesuchern den Nerv zu treffen.

23.30 Uhr Das Mitternachts-Buffet ist eröffnet. Derweil finden sich viele auch im Café Breuers ein und gönnen sich einen Kaffee. Die Nacht ist zu jung, um sie wegen Müdigkeit zu beenden.

23.45 Uhr Im großen Saal geht nichts mehr. Schon 15 Minuten vor der Mitternachts-Show sind alle Plätze besetzt. Die Gäste kommen trotzdem in den Saal und setzen sich auf die Treppenstufen.

24 Uhr Die letzte offizielle Etappe des Abends beginnt. Auszüge aus "Ewig jung" bringen die Ballgäste zum Toben, die Schauspieler rocken über die Bühne. Auch das gehört zum Theaterball.

0.30 Uhr Wieder wird die Bühne zum Tanzen freigegeben, auch in der Disco geht das Programm noch lange weiter.

Hier geht es zur Bilderstrecke: "London Calling“: Krefelder Theaterball 2014

(rl)