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Krefeld: Logistik-Park: Asics kann bald einziehen

Krefeld : Logistik-Park: Asics kann bald einziehen

Der Investmentkonzern Segro rechnet mit einer Fertigstellung des europäischen Asics-Zentrallagers im Sommer. Parallel investiert der britische Konzern knapp 15 Millionen Euro in den Bau neuer Hallen entlang der A 44.

Fast 15 Millionen Euro nimmt der Investmentkonzern Segro in die Hand, ohne einen Nutzer für die im Bau befindlichen, riesigen Hallen der so genannten Phase 2 auf dem ehemaligen Thyssen-Krupp-Gelände in Fichtenhain an der Autobahn 44 unter Vertrag zu haben. Ein paar Meter weiter nimmt das neue europäische Zentrallager des Sportartikelherstellers Asics Gestalt an. Und direkt gegenüber bereitet ein Tiefbauunternehmer die Erschließung für das 16,7 Hektar große Areal vor, auf dem der dänische Logistiker DSV seine neue Deutschlandzentrale beziehen will.

 Segro baut direkt an der Autobahn ein 17400 Quadratmeter großes Gebäude mit zusätzlichen Zwischengeschossen, Büros und Sozialräumen.
Segro baut direkt an der Autobahn ein 17400 Quadratmeter großes Gebäude mit zusätzlichen Zwischengeschossen, Büros und Sozialräumen. Foto: Strücken

Segro hat mit dem Erwerb der 29 Hektar großen Fläche für seinen Logistics-Park Krefeld-Süd seinerzeit offenbar einen Glücksgriff getan. Standort und Anbindung erleichtern die Vermarktung: Nach Vertragsabschlüssen mit UPS, WP Logistics, Asics und DSV ist Samer Mulla, Developement Director Northern Europe, bei Segro an der Kö in Düsseldorf optimistisch, für das neuen 17 400 Quadratmeter große Gebäude (Phase 2) mit zusätzlichen 109 Parkplätzen Mieter zu finden. Es gebe so genannte Kontrakt-Logistiker, die Verträge mit großen Unternehmen machten und dann innerhalb kurzer Zeit tätig werden müssten, erklärte Mulla. Nach der Unterschrift verblieben zum Teil nur sechs Wochen, um ins Geschäft einzusteigen. Diesen Kontrakt-Logistikern könne Segro nach Abschluss der Arbeiten die perfekte Infrastruktur ohne langen Vorlauf zur Verfügung stellen.

 Am Computer entstand dieses Bild von den fertigen Hallen für den Sportartikelhersteller Asics. Rechts ist die Anrather Straße dargestellt.
Am Computer entstand dieses Bild von den fertigen Hallen für den Sportartikelhersteller Asics. Rechts ist die Anrather Straße dargestellt. Foto: Segro
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Um den Interessenten Vorstellungen von den Möglichkeiten der unterteilbaren Hallen mit 9,50 Meter lichter Höhe darzustellen, liefert Segro Regalierungsbeispiele. "Das ist so etwas wie eine alte Spediteurssprache", erzählt Mulla. Die alten Branchen-Spezialisten wollten keine Angaben in Meter und Quadratmeter, sondern wissen, wie viele Paletten Platz finden.

In der Verlängerung der fertigen Hallen für UPS und WP Logistics sind derzeit weitere Hallen mit 5007 und 9900 Quadratmetern Fläche im Bau. Hinzu kommen 1643 Quadratmeter Zwischengeschosse und 889 Quadratmeter Büros und Sozialräume. In die beiden 16550 Quadratmeter großen Hallen finden 14 700 Euro-Paletten Platz. Die Gebäude werden mit Sprinkleranlage und 21 Verladetoren (zehn weitere optional) ausgestattet, vier davon sind so genannte Jumbo-Überladebrücken. Für das Niederschlagswasser entstehen eigene Versickerungsflächen auf dem Grundstück.

In der Nähe ist der Bau für die Europazentrale des Sportartikelherstellers Asics weit gediehen. Im Sommer soll der erste Bauabschnitt schon bezugsfertig werden. Auf der Basis eines langfristig ausgelegten Mietvertrages lässt Segro das europäische Zentrallager für Asics Europe BV erstellen. Das Zentrallager entsteht auf einem 150 000 Quadratmeter großen Teilgrundstück. Es wird in zwei Bauphasen von jeweils 36 000 Quadratmetern realisiert. Die zweite Bauphase soll im Sommer 2015 abgeschlossen sein. Zusätzliche Erweiterungen über weitere 24 000 Quadratmeter Gebäudeflächen wurden Asics zugesichert.

Bislang residiert das Unternehmen mit seiner Deutschlandzentrale im benachbarten Neuss. Und das soll auch so bleiben. Lediglich die angemieteten Lagerflächen für das europäische Geschäft seien zu klein geworden, berichtete Manager Gerhard Schumacher auf Anfrage unserer Zeitung. Die neuen Hallen in Krefeld würden dreimal so groß wie die in Neuss. Der Standort sei aus mehreren Gründen sehr gut geeignet. "Wir können unter anderem unsere eingespielte Mannschaft behalten", erklärte Schumacher. Rund 100 Beschäftigte finden in Fichtenhain Arbeit.

Nach Abschluss aller Bauaktivitäten wäre der Segro-Logisticspark zu 100 Prozent belegt.

(RP)