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Krefeld: Lkw-Konzept: Bezirksregierung soll kommen

Krefeld : Lkw-Konzept: Bezirksregierung soll kommen

Beim Thema Lkw-Routenkonzept droht Krefeld in eine Sackgasse zu fahren - am Mittwochabend debattierte die Politik im Planungsausschuss leidenschaftlich die Vorgabe des Luftreinhalteplans, dass Lkw in Krefeld künftig statt des Rings umliegende Straßen wie Nordwall, Moerser Straße oder Westparkstraße befahren sollen.

Der Hintergrund: Auf dem 250 Meter langen Ring-Teilstück zwischen Gericht und Hülser Straße sind die Schadstoffwerte (Stickstoffdioxid, NO2) deutlich zu hoch. Mit Genehmigung des Luftreinhalteplans hatte der Rat 2010 der Sperrung des Rings zugestimmt. Seitdem die Alternativrouten bekannt sind, herrscht Aufruhr.

Zu einem Ergebnis kamen die Planungspolitiker auch am Mittwoch nicht. Ihrem Unmut wollen sie jetzt aber Luft machen: Sie fordern die Bezirksregierung Düsseldorf auf, in einer internen Sondersitzung über Alternativrouten zu sprechen. Die Öffentlichkeit (also auch die Presse) sollen allerdings nicht teilnehmen dürfen. Diesem Vorschlag von Ratsherr Jürgen Wettingfeld (CDU) stellte sich keine Fraktion entgegen.

Vehement stritt SPD-Ratsherr Jürgen Hengst dafür, den Ring für Lkw freigegeben zu lassen. "Ich bin als Lokalpolitiker kein Entscheidungsautomat für die EU." Planungsdezernent Thomas Visser machte auf die Ausweglosigkeit der Lage aufmerksam. Die Straße müsse von Rechts wegen für Lkw gesperrt bleiben. Die Politik könne sich nicht ohne Alternativen ihrem Ratsbeschluss widersetzen. Kritik äußerte er am Land: "Die Einhaltung der Lkw-Sperrung am Ring müsste von der Polizei kontrolliert werden. Bisher ist dahingehend nichts passiert, obwohl Polizei Ländersache ist." Die Verwaltung will zudem prüfen, ob auf dem kritischen Ring-Abschnitt künftig Parkverbot herrschen soll.

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Bei abermaliger Grenzwertüberschreitung am Ring wären die Folgen gravierend: die nächste Stufe des Luftreinhalteplans würde eintreten, auch Autos mit gelber Plakette dürften nicht mehr einfahren. Jürgen Hengst stellte den Vorschlag in den Raum, dass es auch eine Alternative wäre, die Sperrung für Autos mit gelber Plakette zu akzeptieren und Lkw einfach weiterfahren zu lassen.

(RP)