Krefeld: Live-Ticker aus dem Prozess um tote Frösche

Krefeld : Live-Ticker aus dem Prozess um tote Frösche

Vor dem Krefelder Amtsgericht beginnt am heutigen Donnerstagvormittag der Prozess um zwei erschossene Frösche. Die beiden Tiere sind Opfer eines Nachbarschaftsstreits in Bockum geworden. Der mutmaßliche Todesschütze hatte sich durch anhaltendes Froschquaken so in seiner Nachtruhe gestört gefühlt, dass er zwei der Haustiere seines Nachbarn mit einem Luftgewehr erschossen haben soll. RP ONLINE berichtet live aus dem Gerichtssaal.

+++11.51 Uhr: Das Verfahren wegen der Schüsse auf die Frösche sei zu Recht eingestellt, sagt der Richter. Der Angeklagte sei mit der Geldstrafe ausreichend bestraft. Damit ist der Prozess schnell wieder beendet.

+++11.48 Uhr: Der Richter betont, dass man über ein anderes Strafmaß hätte nachdenken müssen, wenn der Angeklagte tatsächlich geschossen hätte. Der Prozess sei keine Lapalie gewesen, da Waffen gefährlich sind. Auch wenn sie nur gelagert werden.

+++11.45 Uhr: Der Richter spricht das Urteil. Der Angeklagte wird wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Zahlung von 60 Tagessätzen in Höhe von 25 Euro bestraft. Der Richter sagt, der Angeklagte hätte sich bewußt sein müssen, dass die Waffen meldepflichtig sind.

+++11.40 Uhr: Der Anwalt des Angeklagten gibt in seinem Plädoyer zu bedenken, dass sein Mandant die Gewehre nie benutzt habe. Sie sollen verpackt auf dem Dachboden gelegen haben. Und es sei unklar, ob sie überhaupt noch funktionsfähig seien. Er forderte daher, dass Maximum der Strafe auf 30 Tagessätze von 25 Euro festzusetzen. Und betont, dass im Fall der Schüsse auf die Frösche immer noch die Unschuldsvermutung gilt.

+++ 11.39 Uhr: Der Staatsanwalt fordert, dass der Angeklagte gemäß Waffengesetz zu bestrafen sei. Weil er nicht vorbestraft sei und ein Geständnis abgelegt habe, fordert er, dass der Angeklagte 60 Tagessätze in Höhe von 25 Euro entrichten soll.

+++ 11.38 Uhr: Andreas van Stralen wird aus dem Gerichtssaal entlassen, ohne eine Aussage gemacht zu haben.

+++11.37 Uhr: Da der Verstoß gegen das Waffengesetz geahndet wird, wird die Anklage wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingestellt.

+++11.36 Uhr: Der Richter ordnet an, dass die Waffen eingezogen werden. Der Angeklagte ist damit einverstanden.

+++11.34 Uhr: Der Anwalt des Angeklagten sagt für seinen Mandanten aus. Er habe die Frösche nicht erschossen, die Waffen seien Erbstücke, die er gelagert habe. Er wisse nicht, wie man sie benutzt.

+++11.31 Uhr: Es folgt die Vernehmung der Angeklagten. Er ist zurzeit als Ein-Euro-Jobber beschäftigt. Er ist wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Waffengesetz angeklagt.

+++11.28 Uhr: Im Juli 2010 soll der Angeklagte einen Frosch erschossen haben, weil er sich durch sein Quaken in seiner Nachtruhe gestört gefühlt hatte, verliest der Anwalt des Klägers.

+++11.20 Uhr: Der Prozess beginnt. Der Zeuge Andreas van Straelen betritt den Saal. Die Kamerateams nutzen den Moment, bevor der Richter eintritt, zum Filmen.

+++11.05 Uhr: Der Prozessbeginn verzögert sich. Die Verhandlung war ursprünglich für 10.40 Uhr angesetzt.

+++10.50 Uhr: Ein riesiges Medienaufkommen im Gericht. Mindestens sechs Kamerateams und zahlreiche Journalisten warten auf den Beginn des Prozesses. Zeuge Andreas van Straelen gibt Interviews im Akkord.

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