Mit Jan Schmitz: Liebster Weihnachtsbaum: Nicht so breit - 1,80 bis 2,20 Meter hoch

Mit Jan Schmitz: Liebster Weihnachtsbaum: Nicht so breit - 1,80 bis 2,20 Meter hoch

Wir sprachen mit Weihnachtsbaum-Produzent Jan Schmitz vom Hof an Oberbenrader Straße 167 über Trends. Bei der Pflege gilt das A und O der Pflanzenhaltung: Der Baum gehört in Wasser gestellt.

Sie verkaufen seit vielen Jahren Weihnachtsbäume. Wie sind Sie mit dem Geschäft zufrieden?

Schmitz Wir sind bis dato sehr zufrieden. Am vergangenen Wochenende war es etwas turbulent durch den Schnee, aber insgesamt läuft es gut. Auch im Vergleich mit den Vorjahren sind wir zufrieden. Wir haben aber auch einen großen Anteil Stammkunden, auf die wir uns verlassen können.

Sie sprachen das Wetter an, wie wirkt sich schlechtes Wetter aus?

Schmitz Wenn es regnet oder schneit, ist natürlich weniger los. Aber es verschiebt sich nur. Die Kunden kommen dann einen Tag später. Durch Schnee wird es natürlich beschwerlicher, die Bäume werden auch schwerer. Aber dafür ist es natürlich ein tolles Bild in unserer Schonung. Die Menschen können dann durch die Reihen verschneiter Bäume laufen und sich einen aussuchen. Das ist ein Erlebnis. Aber klar, an schönen Tagen ist der Ansturm insgesamt größer.

Welche Baumsorten bieten Sie an?

Schmitz Wir ziehen hier ausschließlich Nordmann-Tannen. Die werden mit Abstand am meisten nachgefragt. Nur wenige Kunden fragen nach anderen Arten. Außerdem sind die Böden hier hervorragend für die Nordmann-Tanne geeignet.

Andere Bäume sind auch aus fremder Zucht nicht erhältlich?

Schmitz Bei uns nicht, nein. Wir ziehen unsere Bäume selbst. Die Kunden können dann durch die Schonung gehen und sich ihren Baum aussuchen. Dieses Erlebnis gehört bei uns zum Einkauf dazu. Sie können live dabei sein, wenn ihr Baum geschlagen wird.

Sie sagen, die Nordmann-Tanne wird am meisten nachgefragt. Warum?

Schmitz Sie ist am pflegeleichtesten. Sie nadelt nicht so schnell wie andere Arten. Die Fichte zum Beispiel ist da weit problematischer und nadelt bereits nach wenigen Tagen. Die Menschen lassen den Baum heute länger stehen und suchen diese Eigenschaft. Außerdem sind die Nadeln weicher als bei anderen Arten, was das Schmücken einfacher macht. Nur der Duft ist nicht ganz so stark wie zum Beispiel bei der Fichte.

Was empfehlen Sie zur Baumpflege?

Schmitz Da gibt es viele Hausmittel. Aber das A und O ist, den Baum schnell in Wasser zu stellen. Außerdem sollte die Heizung nicht so hochgedreht sein. Warme, trockene Luft lässt den Baum schneller austrocknen, und dann nadelt er und sieht nicht schön aus.

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Wie sollten Menschen die Bäume vor dem Aufstellen lagern?

Schmitz Am besten in der Garage. Die geschlagenen Bäume mögen keinen Frost und keine Wärme. Wir empfehlen auch, den Baum zwei bis drei Tage ruhen zu lassen.

Welche Größe wird insgesamt am meisten nachgefragt?

Schmitz Die meisten Kunden suchen zwischen 1,80 und 2,20 Meter.

Beobachten Sie Trends?

Schmitz Heute sollen die Bäume nicht mehr so breit sein wie früher. Die Kunden suchen eher schlanke Bäume. Die sind platzsparender. Auch ist eben der Trend hin zur Nordmann-Tanne. Früher waren Kiefern und Fichten beliebter.

Wie ist die Preisentwicklung?

Schmitz Unsere Preise liegen unverändert bei 19 Euro pro Meter. Am Markt ist der Preis dieses Jahr etwas höher, aber wir wollen unseren Stammkunden stabile Preise bieten.

Was beeinflusst die Preise?

Schmitz Starke Spätfröste schädigen die Bäume. Damit sinkt das Angebot und der Preis geht hoch. Nach Kyrill war es umgekehrt. Da wurden große Flächen der umgestürzten Wälder mit Tannen aufgeforstet. Aber der Preis pendelt sich für gewöhnlich schnell wieder ein.

SVEN SCHALLJO FÜHRTE DAS GESPRÄCH

(RP)