Krefeld: Liebevoll gestaltete Alte Post

Krefeld: Liebevoll gestaltete Alte Post

„Die Alte Post in Krefeld ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass etwas Gutes rauskommt, wenn ein Architekt viel Herzblut in ein Bauwerk legt“, sagt Monika Infantino, Krefelder Architektin und Mitglied der Kammer in Düsseldorf. Für sie ist das Haus an der Steinstraße 7 eines der schmucksten Gebäude in Krefeld. Die Alte Post wurde im Jugendstil im Jahr 1904 erbaut.

Krefelder Architekt

Ihr Architekt kam aus Krefeld: Das von Karl Buschhüter errichtete dreigeschossige Haus steht an der Kreuzung dreier Straßen – Stein-, Dreikönigen- und Lindenstraße. Es gibt also an diesem markanten Punkt auch drei Fassaden. Im Grunde wurden hier zwei Häuser zu einem verschmolzen. Denn die Alte Post hat zwei Eingänge. Der Architekt bediente sich einer für diese Zeit üblichen Formensprache: Ein Giebel an der Kopfseite, Erker über mehrere Stockwerke, die Fenster vertikal über mehrere Geschosse hinweg zusammengefasst. Der Krefelder Architekt Hans-Peter Schwanke lobt: „Buschhüter überraschte wieder einmal durch eine originelle Gestaltung und das Hinzufügen unüblicher Details.“

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Dazu zählen unter anderem ein großer Werksteinadler mit ausgebreiteten Flügeln, der an der Toreinfahrt zur ehemaligen Paketausgabe der Postzweigstelle angebracht ist. Monika Infantino bewertet das Haus als „floral und üppig“. Sie schätzt die Türmchen und die liebevollen Details, die dem Zeitgeist des frühen 20\. Jahrhunderts entsprachen – durch allerlei Verzierungen und Feinheiten wurde in der Architektur der Wohlstand des Bauherrn ausgedrückt.

(RP)
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