Krefeld: Leiche verschwunden - Stadt zahlt 10.000 Euro Strafe

Krefeld: Leiche verschwunden - Stadt zahlt 10.000 Euro Strafe

Der Prozess um eine verschwundene Leiche ist heute Mittag mit einem Vergleich zu Ende gegangen. Die Stadt Krefeld gibt zu, dass sie nicht weiß, wo sich die sterblichen Überreste der Tante von Beate B. befinden. Dafür muss sie 10.000 Euro ans Hilfswerk Misereor zahlen.

Zudem muss sich Oberbürgermeister Gregor Kathstede persönlich bei Beate B. entschuldigen. Das Gericht missbilligte ausdrücklich, dass der als Beteiligter geladene Krefelder Oberbürgermeister unentschuldigt fehlte. "Die Richter haben sich die Anordnung eines Ordnungsgeldes gegen Herrn Kathstede vorbehalten", erklärte Gerichtssprecher Ulrich Lau.

Beate B. hatte bei der Beerdigung ihrer Mutter im Nachbargrab der Tante im Erdaushub Kleidungsstücke und sterbliche Überreste ihrer Tante gefunden. Als sie von der Stadt Krefeld Auskunft erbat, ob der Leichnam der Tante wirklich an der gebuchten Stelle beerdigt ist, wurde ihr diese Auskunft vorenthalten.

(RP)