Lehmheide: Behälter für Altglas und Altpapier auf den Friedhofsparkplatz versetzt

Lehmheide : Das Ende einer unendlichen Geschichte

Behälter für Altglas stehen jetzt auf dem Friedhofsparkplatz, Altpapier-Container folgen

Die fast ein halbes Jahrzehnt währende Posse um einen umstrittenen Recyclingcontainer-Standort an der Lehmheide hat ein glückliches Ende gefunden. Vor wenigen Tagen sind die Behälter für Altglas auf den Friedhofsparkplatz, ebenfalls an der Lehmheide, versetzt worden, der Altpapier-Container wird in den nächsten Tagen folgen. Damit stehen die Container nun genau an dem Standort, den Bürgerverein und Bezirksvertretung schon vor Jahren vorgeschlagen hatten. „Es ist schon ein Witz, dass das nun doch möglich ist, nachdem die Verwaltung uns jahrelang erklärt hat, warum das Umsetzen der Container angeblich nicht machbar ist“, sagt Bernd Albrecht, Vorsitzender des Bürgervereins Lehmheide und Bezirksvertreter für die FDP.

Die Verwaltung hatte seinerzeit ein Veto gegen den Vorschlag der Verkehrskommission eingelegt, die Container auf den Friedhofsparkplatz zu versetzen. Der Schriftverkehr zwischen Bezirksvertretung, Bürgerverein und dem städtischen Umweltamt – inzwischen dem Kommunalbetrieb (KBK) zugeordnet – füllt einen dicken Aktenordner. Immer wieder stand das Thema auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung, immer wieder hatten Bezirkspolitiker und Bürgerverein Vorschläge für alternative Standorte gemacht, immer wieder hatten Vertreter der Verwaltung dem Gremium ausführlich erläutert, warum eine Versetzung nicht möglich sei.

Vor wenigen Tagen sind die Behälter für Altglas auf den Friedhofs­parkplatz an der Lehmheide versetzt worden, der Altpapier-Container wird in den nächsten Tagen folgen. Foto: Bürgerverein Süd-West

Jetzt hat es also doch geklappt, die Hartnäckigkeit von Bezirksvorsteherin Gisela Brendle-Vierke und Bernd Albrecht hat sich ausgezahlt. Darüber freuen sich vor allem die Anwohner an der Lehmheide. Dort war vor rund sechs Jahren ein Neubaugebiet entstanden. Die Container, die vorher an ein Spargelfeld grenzten, standen nun unmittelbar vor den Haustüren der Neubürger und wenige Meter entfernt vom Spielplatz. Die Anwohner klagten über Scherben, die sich bis auf den Spielplatz verteilten. Ebenso wurde ständig Müll neben den Containern und somit vor den Haustüren entsorgt.

Gisela Brendle-Vierke ist erfreut über die Entwicklung. „Der Streit um den Containerstandort hat viel Kraft gekostet – auf beiden Seiten“, sagt sie und meint ihren eigenen Einsatz, den der Bezirksvertretung, aber auch der Verwaltung, die seitenlange Schriftsätze verfasst hatte, um ihre ablehnende Haltung bezüglich Versetzung zu begründen. „Aber Hauptsache, es hat jetzt funktioniert“, sagt die Bezirksvorsteherin.

KBK-Pressesprecher Lothar Leßmann erklärt: „Wir haben hausintern alle Möglichkeiten, Chancen und Risiken abgewogen und sind zu der Entscheidung gekommen, den Friedhofsparkplatz als Standort vorzusehen.“ Parkplätze seien nicht weggefallen, die Container stehen auf einer ehemaligen Rasenfläche, die mit Kalksteinschotter hergerichtet wurde. Der noch am alten Standort befindliche Altpapiercontainer solle, sagt Leßmann, ebenfalls in den nächsten Tagen umziehen. Somit kann die Akte um den jahrelang währenden Streit nun geschlossen werden.

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