Krefeld Land fördert Werkhaus mit 120 000 Euro

Krefeld · Das Konzept "Virtuelles Zentrum" ist für die kommenden drei Jahre gesichert.

Der Brief aus Düsseldorf ist für Georg Dammer die Bestätigung konstanter Arbeit. Der Geschäftsführer des Werkhauses sieht in der Zuweisung von Landesmitteln eine Anerkennung der soziokulturellen Arbeit in Werkhaus und Südbahnhof: Das nordrhein-westfälische Kulturministerium unterstützt diese Arbeit in den kommenden drei Jahren mit jeweils 40 000 Euro. Damit ist das Werkhaus eines von acht soziokulturellen Zentren, die gefördert werden.

Mit den insgesamt 120 000 Euro soll das Projekt "Virtuelles Zentrum" einen spürbaren Schub erfahren. "Das Projekt ist wesentlicher Teil des Hauses. Damit wollen wir unsere vielschichtige Arbeit nach außen besser präsentieren und vermitteln", sagt Dammer. Die umfangreiche Bildungsarbeit, die Integrationsprojekte und auch das Bühnenprogramm sollen einen zeitgemäßen Auftritt in den neuen Medien haben: Website, App, Youtube sind die Plattformen, die inzwischen auch soziokulturelle Arbeit braucht, um gesehen zu werden, meint Dammer. Denn die vielen Facetten, in denen sich das Werkhaus mit den Angeboten an der Blücherstraße und im Südbahnhof, zeigt, würden oft nur als Einzelteile wahrgenommen, sagt der Geschäftsführer: "Der Südbahnhof und das Spielhaus SpieDie sind Identifikationsorte. Aber wir sind mit unserer Arbeit in der ganzen Stadt unterwegs. We haben sehr viele Projekte mit Schülern. Die Tanzprojekte mit dem Choreografen Andreas Simon in der Fabrik Heeder sind sehr erfolgreich. Aber sie werden gar nicht mit dem Werkhaus in Verbindung gebracht. Das soll sich ändern."

Netzwerkarbeit ist das Grundgerüst für die Initiativen des Werkhauses, in dem viele Fäden auch von ehrenamtlichen Mitarbeitern gezogen werden. "Deshalb ist auch die Weiterbildung nach innen ein wichtiger Faktor", sagt Dammer. "Wir beteiligen uns an großen Initiativen wie dem Perspektivwechsel des Stadtmarketings. Vieles konnten wir dabei nicht umsetzen, weil uns das Equipment oder die Sachkompetenz fehlten - zum Beispiel beim Filmedrehen. Das wollen wir künftig nicht mehr einkaufen, sondern selber machen." Dafür sind die 120 000 Euro willkommen.

(RP)
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