Krefeld: Lampen-Aus in drei Stufen

Krefeld: Lampen-Aus in drei Stufen

Von 18. Juni bis 16. August gehen stufenweise in allen Stadtteilen und der City an Werktagen zwischen 1.15 und 3.30 Uhr die Lichter aus. Wilfrid Fabels (CDU) Vorschlag einer Probephase bleibt wohl unberücksichtigt.

Die Krefelder Stadtverwaltung hält an ihrem Plan fest, an fünf Tagen pro Woche zwischen 1.15 Uhr und 3.30 Uhr die Straßenlaternen in Krefeld abzuschalten. Dies hat Dezernent Thomas Visser unserer Zeitung bestätigt. Gestern nannte die Stadt den konkreten Zeitplan für die umstrittene Sparmaßnahme. Die Straßenlaternen werden demnach in drei Stufen abgeschaltet (siehe Karte oben).

Unbeachtet bleibt somit der überraschende Vorstoß von CDU-Fraktionschef Wilfrid Fabel. Er hatte am 4. Juni einen Brief an Oberbürgermeister Gregor Kathstede (CDU) geschrieben, in dem er vorschlug, zunächst in einem Krefelder Stadtteil die Laternen testweise nachts abzuschalten; "um Erfahrungen zu sammeln und auszuwerten", schreibt Fabel.

Thomas Visser, der als Dezernent für den Fachbereich Tiefbau zuständig ist, sagte gestern unserer Zeitung: "Es gibt einen gültigen Ratsbeschluss, den wir als Verwaltung umsetzen müssen." Anders stelle sich die Situation dar, wenn der Rat eine ortsscharfe Testphase beschließe.

Die Abschaltung der Straßenbeleuchtung ist eine Maßnahme des Krefelder Haushaltssicherungskonzeptes, das vom Stadtrat am 22. Oktober 2010 beschlossen und nachfolgend am 2. Februar 2012 bestätigt wurde – mit Mehrheit von CDU, FDP und UWG.

Mehrfach verschoben

  • Krefeld : Stadt schaltet nachts Laternen aus

Mehrfach hat die Stadtverwaltung die Abschaltung der 29 000 Straßenlaternen auf Krefelder Stadtgebiet verschieben müssen – Grund war das schlechte Wetter, das ein Bekleben der Laternenmasten mit roten Signalbanderolen erschwerte.

Inzwischen hat die Stadt auch die Kosten berechnet, die vor Start der Abschaltung für technische Umrüstung sowie Markierung der Straßenlaternen nötig waren: Nur 249 000 Euro statt der ursprünglich geplanten 400 000 Euro hat die Stadt für vorbereitende Maßnahmen investieren müssen. Jährlich sollen durch das Ausschalten rund 225 000 Euro eingespart werden. Die Maßnahme hat sich also bereits im zweiten Jahr amortisiert.

Ausnahmeregelungen

Durchgängig in Betrieb bleibt die Straßenbeleuchtung nachts an allen Zebrastreifen. Dies wird durch die technischen Änderungen an Schaltanlagen sichergestellt. Nicht abgeschaltet wird die Straßenbeleuchtung außerdem in den Nächten zu Feiertagen wie Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Allerheiligen und dem ersten und zweiten Weihnachtstag.

(RP/rl)