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Kunst mit Humor – Rolf Puschnig stellt in Krefeld witzige Objekte aus, von Norbert Stirken

Ausstellung : Kunst mit Humor – Rolf Puschnig stellt witzige Objekte aus

Die Vernissage im Kulturraum „35blumen“ beginnt am Freitag um 19 Uhr. Der Erfinder und Poet zeigt seine Kunstwerke aus Fundstücken.

Die Objekte von Rolf Puschnig zeugen von Witz und Geschick sowie einem Empfinden für Ästhetik. Aus Alltagsgegenständen baut der Erfinder und Poet  Installationen zum reinen Selbstzweck. Die Krefelder Kulturinitiative „35blumen“ stellt ab Freitag, 1. Februar, in ihren Räumen am Westwall 80 einen Querschnitt der künstlerischen Arbeiten des im westfälischen  Dorsten lebenden Puschnig aus.

Als Kind wollte er entweder Erfinder oder Poet werden. Als Objektkünstler ist er beides. In seinen Objekt- und Materialcollagen fügt er Alltagsgegenstände und Fundstücke zusammen wie die verschlüsselten Zeichen einer archaischen Schrift. So entstehen Chiffren, die Betrachter erahnen aber nicht zweifelsfrei verstehen.

Rolf Puschnig (geboren 1962) erschafft Chimären aus künstlichen Gliedmaßen, Fundstücken und Treibholz, die er in mechanische Konstruktionen einbettet, beweglich aber ohne eigenen Antrieb.  Auf Wanderschaft begeben sie sich erst in der Fantasie des Betrachters. Der Künstler verwendet dafür den Begriff „Traumkinetik“.

 Der Poet und Erfinder Rolf Puschnig lebt und  arbeitet in Dorsten. Einen Querschnitt seiner Objekte ist ab Freitag im Kulturraum „35blumen“ zu sehen.
Der Poet und Erfinder Rolf Puschnig lebt und  arbeitet in Dorsten. Einen Querschnitt seiner Objekte ist ab Freitag im Kulturraum „35blumen“ zu sehen. Foto: 35 Blumen/35Blumen
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Im Spannungsfeld zwischen Bedeutung und Deutung möchte er neben dem Bewussten auch das Unterbewusste anregen. In diesem Sinne versteht er sich als Surrealisten. Seine Werke könnten den gängigen Kunstkategorien: Objekte, Assemblagen, Objekt trouvé, Steampunk oder Akkumulationen zugeordnet werden. Doch treffender findet Rolf Puschnig die Bezeichnung „Surrament“, abgeleitet vom Begriff des surrealen Arrangements. Ein „Surrament“ wirkt über die tendenzielle Assoziation.  Es lässt Freiräume in der Interpretation, gibt aber eine Richtung vor. So bezeichnet er sich in letzter Konsequenz als Surramentteur.

„35blumen“ ist eine kleine, privat organisierte Kunst- und Kulturinitiative, gegründet im Mai 2012 von Ulrike Oppel und Karl Heinz Krüger. „Wir erkennen die Arbeit von Künstlern als einen unverzichtbaren, kulturellen und manchmal politischen Beitrag für unsere Gesellschaft an. Uns interessiert an Kunst sowohl die Frage nach ihrer Bedeutung für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft. Was bewegt sie in uns, und was kann sie in der Gesellschaft bewegen? Wie geschieht das?“, sagen sie. „35blumen“ ist in erster Linie ein experimenteller Ausstellungs- und Begegnungsraum.

Die Ausstellung dauert bis 17. Februar. Die Vernissage am 1. Februar beginnt um 19 Uhr. Zum Alten Grünen Weg, Zugang Westwall 80