Kulturuasschuss Krefeld diskutiert über freien Eintritt für Minderjährige in die Museen

Krefelder Kulturausschuss : Vorschlag: Freier Eintritt für Jugendliche ins Museum

Im Kulturausschuss war am Dienstag Abend die kostenlose Nutzung der Museen und Mediothek Thema.

(ped) Der Stadtrat muss es noch absegnen, aber die Weichen sind gestellt: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre sollen kostenlos die drei Krefelder Museen besuchen dürfen. Auch die Nutzung der Mediothek soll ohne Entgelt möglich sein. Einen entsprechenden Antrag, zunächst befristet für das Jahr 2020, hat die Verwaltung am Dienstag Abend auf Initiative von Oberbürgermeister Frank Meyer in seiner Funktion als Kulturdezernent dem Kultur- und Denkmalausschuss vorgelegt.

Der Wunsch nach freiem Eintritt für junge und sozial schwache Besucher war immer wieder mal Thema im Ausschuss. Für die Sitzung  hatte die Fraktion Die Linke einen ähnlichen Antrag gestellt, der sich aber nur auf die Schulferienzeiten bezog. Den zog sie wieder zurück.

„Kulturelle Bildung ist für unsere Kinder heute so wertvoll wie nie. Zwar ist jede Information digital leicht verfügbar. Das Drama von Shakespeare, das Gemälde von Monet oder die Geschichte der Römer und Franken sind in Windeseile erklärt und analysiert. Doch wirklich verstanden und wirklich erlebt werden sie dadurch nicht. Deshalb müssen wir unseren Kindern heute mehr denn je nahe bringen, wie man geduldig zuhört, genau hinsieht, Inspiration aufnimmt und in sich selbst findet“, betont Meyer.

Die Verwaltung rechnet angesichts der wegfallenden Eintrittsgelder mit weniger Einnahmen in den Museen, erwartet aber gleichzeitig mehr Besucher, die auch zahlende Erwachsene mitbringen.

Die Initiative soll „die außerschulische kulturelle Bildung in Krefeld“ fördern, heißt es im Antrag. In der  Mediothek würden Kinder schon früh in ihrer Lese- und Medienkompetenz gestärkt. In den Kunstmuseen, im Museum Burg Linn und im Deutschen Textilmuseum könnten sie ihren Horizont erweitern und kulturelle Identität erfahren. Und das dürfe nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein.