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Tausend Kinder wirken mit beimKrefelder Stadtkulturfest am 18. Juni

“Kultur findet Stadt“ am 18. Juni in Krefeld : Tausend Kinder gestalten Stadtkulturfest

Bei „Kultur findet Stadt“ am Samstag, 18. Juni, stehen die Kinder im Mittelpunkt - als Aktive und als Publikum. Von mittags bis in die Nacht feiert Krefeld die Kultur, auch mit vielen Angeboten für Jugendliche und Erwachsene.

Zwei Jahre lang fielen viele Veranstaltungen und damit auch „Kultur findet Stadt“ aus und die Menschen vermissten Kunst und Kultur. Das jedenfalls ist die Überzeugung von Claire Neidhardt, der Leiterin des Stadtmarketings, und ihren Mitstreitern. Darum war es ihnen besonders wichtig, in diesem Jahr wieder viele Krefelder in die Innenstadt zu locken. „Unsere Botschaft: Kultur findet Stadt findet wieder statt“, sagt sie lächelnd.

Auf verschiedenen Bühnen sollen Künstler, vor allem der Musikschule, am Samstag, 18. Juni, für Unterhaltung sorgen. „Wir werden an diesem Tag von mittags bis in die Nacht hinein die Bühnen bespielen. Dabei haben wir uns bei der Hauptbühne ganz bewusst für den Rathausplatz entschieden. Wir wollen diesen etwas für die Kultur und die Stadt aktivieren“, erzählt Neidhardt. In diesem Jahr aber steht noch ein anderes Thema im Zentrum: Kinder.

„Wir haben an diesem Tag insgesamt 1000 Kinder in verschiedenen Funktionen auf der Straße. Das ist ein neuer Rekord“, erzählt der stellvertretende Schulleiter der Musikschule Krefeld, Roman Marreck. Er stellte mit seinen Mitstreitern ein buntes Bühnenprogramm von Klassik und Chanson über Jazz bis Rock zusammen. „Bei den Menschen ist ein Gefühl von Hunger für Musik spürbar. Das betrifft die Kinder und Jugendlichen, die bei uns lernen, aber auch potenzielle Besucher“, sagt er. Die Corona-Zeit sei schwierig für die Musikschule gewesen.

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„Wir haben in der Zeit sehr viel geprobt, so weit es möglich war. Streicher zum Beispiel tragen bei uns noch immer Masken. Wir haben Stück für Stück immer so viele Menschen zusammengebracht, wie gerade möglich war. Jetzt wollen wir zeigen, dass sich diese Arbeit auch ausgezahlt hat“, fügt Schulleiter Ralph Schürmanns hinzu.

Kinder spielen aber nicht nur als Musiker eine Rolle. Dafür steht vor allem der vierte Organisator im Bunde, Joachim Watzlawik. Der Koordinator von „Krefeld für Kinder“ will das Event vor allem nutzen, um sich für die Zukunft so gut wie möglich aufzustellen. „Für viele Kinder ist es ein ganz besonderes Erlebnis, in der Schule an einem Zirkusprojekt teilzunehmen. Doch viele Schulen in nicht so wohlhabenden Gegenden können sich diese teuren Projekte nicht leisten, und die Kinder erleben deshalb nie das Gefühl,  einmal im Rampenlicht zu stehen und den Applaus zu genießen. Darum wollen wir ein Zirkuszelt anschaffen, das in eine Stiftung überführt wird und Schulen für solche Projekte zur Verfügung stehen soll. Dafür sammeln wir Spenden“, erzählt Watzlawik.

Nicht nur auf dem Von-der-Leyen-Platz wird es eine Bühne geben. Auch vor dem Restaurant „Mamas“ am Behnisch-Haus wird eine solche aufgebaut, die vor allem dem Badoneon gewidmet ist. Vor dem Jazzkeller wird am Nachmittag Jazz gespielt und in der Menonitenkirche gibt es eine Indoor-Darbietung des Kresch-Theaters zusammen mit Musikern der Musikschule. Dabei werden die historischen Persönlichkeiten Astrid Lindgren, Sophie Scholl und Elisabeth I. aus dem Programm „Historische Frauen“ auftauchen und ihre Geschichte aufgeführt. Dieses Programm übrigens können auch Schulen für eine Darbietung buchen. Am Dionysiusplatz wird die Kunstinitiative AKKU vertreten sein, und am Platz an der Alten Kirche soll eine Singer-Songwriter-Bühne stehen. „

Wichtig ist uns, die in Krefeld nun gewachsene Außengastronomie nicht zu verdrängen, sondern zu ergänzen“, sagt Neidhardt. So soll Kultur findet Stadt an diesem Wochenende viele Menschen in die Stadt ziehen. Neben der Musik soll sich auch andere Kunst präsentieren dürfen. So stehen an der Königstraße Staffeleien von Krefelder Künstlern.

Parallel übrigens findet im Stadttheater auch eine Veranstaltung von Musik Made in Krefeld statt. Neun Bands und Musiker präsentieren sich in großem Saal und Glasfoyer.