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Krefeld: Jörg Nitschke zieht an der Metzler-Orgel alle Register​

St. Cyriakus in Hüls : Jörg Nitschke zieht an der Metzler-Orgel alle Register

Im letzten Konzert vor der Generalreinigung der Metzler-Orgel in St. Cyriakus, Hüls, machte Jörg Nitschke schon Lust auf die Wiederinbetriebnahme des bemerkenswerten Instrumentes.

Im letzten Konzert vor der Generalreinigung der Metzler-Orgel in St. Cyriakus, Hüls, zog Jörg Nitschke im wahrsten Sinne des Wortes noch einmal alle Register und machte damit schon Lust auf die am Freitag, 7. Oktober, um 20 Uhr im Rahmen einer „Orgelnacht“ stattfindende Wiederinbetriebnahme dieses bemerkenswerten Instrumentes. Nitschke, seit mehr als 30 Jahren Kantor an St. Lambertus in Essen und Leiter renommierter Chorgruppen, wie beispielsweise des „Oratorienchores Essen“, begann mit dem machtvollen, von liedhafter Melodik durchzogenen „Großen Dialog in C“ von Louis Marchand (1669-1732)und setzte dazu mit der von André Isoir bearbeiteten Sopranarie „Schafe können sicher weiden“ aus der gleichnamigen Kantate von Johann Sebastian Bach durch sorgfältige Registerwahl einen eindrucksvollen Kontrast. In gleicher Weise überzeugte die Alexandre Guilmant - Bearbeitung des „Schwans“ aus Camille Saint-Saens‘ „Karneval der Tiere“.

 Am Freitag, 7. Oktober, um 20 Uhr wird die Orgel in St. Cyriakus in  Hüls im Rahmen einer „Orgelnacht“ wieder erklingen.
Am Freitag, 7. Oktober, um 20 Uhr wird die Orgel in St. Cyriakus in Hüls im Rahmen einer „Orgelnacht“ wieder erklingen. Foto: O. Hennig

Einen ersten Höhepunkt des wiederum erfreulich gut besuchten Konzertes bildeten Präludium und Fuge C-Dur BWV 547, dieses eingängige, erst 1744 komponierte Opus Johann Sebastian Bachs. Die markante, fanfarenartig aufsteigende Dreiklangsbewegung im Präludium und die klare Struktur der Fuge wurden dem Hörer mit deutlicher Gliederung, angemessener Tempowahl und makelloser Technik vermittelt.

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Von Felix Mendelssohn Bartholdys quantitativ geringem Orgelschaffen, das unüberhörbar die Verehrung für Bach dokumentiert, dürften seine sechs Sonaten wohl am bedeutendsten sein. Der Gast hatte die seltener zu hörende 4. Sonate B-Dur, op. 65,4 gewählt. Die Ecksätze strahlten in sattem Plenoklang, während in den cantablen Binnensätzen die reiche Palette der einschmeichelnden Register vorherrschte. Von Sigfrid Karg-Elert, einem Jugendstil-Komponisten, stammt die den Eigenarten der Musik Richard Wagners durchaus entsprechende Bearbeitung der Festmusik aus den „Meistersingern“. Jörg Nitschke nutzte hier mit viel Fantasie alle klanglichen Möglichkeiten, die am Schluss begeistert applaudierenden Zuhörer mit auf die Festwiese in Nürnberg zu nehmen.