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Krefeld Im Weihnachtskonzert des Bockumer Sängerbunds singen alle mit

Großes Weihnachtskonzert in Krefeld : Im Seidenweberhaus singen alle „Stille Nacht“

Die Tradition wurde fortgesetzt: Beim Großen Weihnachtskonzert des Bockumer Sängerbundes und seiner Freunde kam festliche Stimmung auf - fast wie vor Corona.

Viele ist wie vor Corona: Der große Saal des Seidenweberhauses ist sehr gut gefüllt. Der Bockumer Sängerbund hat das Programm seines Weihnachtskonzertes nicht gekürzt, wie derzeit viele andere. So bleibt dem Publikum die lange Pause, um sich zu stärken und auszutauschen.

Karl Müller, der erste Vorsitzende der Bockumer Sänger, verkündet, dass der Chor in voller Mannesstärke und hochmotiviert angetreten sei. In bewährter Weise unterstützen die Herren des Uerdinger Männergesangsvereins die Sangesbrüder aus Bockum. Müller plaudert aber auch von den vielen Unwägbarkeiten in der Vorbereitung bis hin zur großen Frage, wie unter den aktuellsten Coronabestimmungen das große Weihnachtskonzert stattfinden könne. 

Im Programm gibt es allerdings einen Corona bedingten Ausfall: Das Gesangstrio Melodic kann nicht auftreten.  In Sopranistin Christiane Linke und Mezzosopranistin Laura Violetta Lex haben die Bockumer eine gute Alternative gefunden.

Mit einer Erinnerung an das Beethovenjahr 2020 beginnt das Konzert. Die 39 Sänger interpretieren unter Dirigent Axel Quast „Die Himmel rühmen“ von Beethoven und werden am Flügel von Martin Fratz sowie vom Streichertrio Sorrentino & Friends – neben dem Pianisten Fratz von Christiane Schwarz, Johannes Heidt (Violinen), Wolfgang Schindler (Violoncello) und Markus Vornhusen (Kontrabass) unterstützt.  Das Instrumentalensemble spielt die Pastorale aus dem Weihnachtskonzert von Arcangelo Corelli. Das abwechslungsreiche Programm setzt sich fort mit „Caro mio ben“, das der Bass-Bariton Thomas Bonni begleitet vom Pianisten singt. Der vereinigte Männerchor bietet dann eine behutsame Interpretation von „Maria durch ein Dornwald ging“ und lässt das Lied „Tochter Zion“ zu einem Jubelgesang werden. Ruhigere Klänge folgen mit dem „Ave Maria“ von William Gomez, das die Sopranistin singt.

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Fester Bestandteil der Weihnachtskonzerte der Bockumer Sänger sind auch in dieser Ausgabe die Beispiele von heiteren Begebenheiten, die Manfred Kannen und Heinz Neumayer in Krefelder Mundart schildern – von Katastrophen rund ums Plätzchenbacken bis zu Traditionen und kritischen Gedanken zum Treiben unterm Weihnachtsbaum.

Nach der Pause wird das musikalische Spektrum noch durch feine jazzige Klänge bei „Let it snow“ von der Mezzosopranistin erweitert. Ein Spiritual mit großem Einsatz, inklusive einem schönen Wechselgesang zwischen Bonni und dem vereinigten Männerchor, wird das bekannte „Amen“.

Und zu guter Letzt, nach einer ausführlichen Dankesrede und einer Bescherung für alle Solistinnen und Solisten, endet auch dieses Weihnachtskonzert in der üblichen Weise. Zwar etwas zwiegespalten, aber trotzdem der Tradition verbunden, motiviert Müller die Anwesenden gemeinsam „Stille Nacht“ zu singen. Jeder könne ja entscheiden, ob er unter der Maske mitsingen oder nur mitsummen wolle, und so kommt es denn auch zum üblichen Spontan-Chor beim großen Weihnachtskonzert der Bockumer Sänger.