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Krefeld Im Sinfoniekonzert verzaubert Carolyna Eyck mit dem Theremin

Sinfoniekonzert in Krefeld : Theremin – ein zauberhaftes Hörerlebnis fürs Publikum

Mit Musik aus Finnland begeisterten die Niederrheinischen Sinfoniker und Solistin Carolyna Eyck. Bei Sibelius berühmter 2. Sinfonie konnte das Publikum schwelgen, bei Ahos Thereminkonzert nur so staunen.

Mit seiner Vorliebe für ausgefallene Soloinstrumente hat sich Generalmusikdirektor (GMD) Mihkel Kütson beim 3. Konzert dieser Saison im coronagerecht besetzten Seidenweberhaus selbst übertroffen. Das Theremin besorgte den solistischen Part – ein elektronisches Instrument mit einer waagerechten und einer senkrechten Antenne. Das dazwischen liegende magnetische Feld wird durch Bewegung der Hände und Finger verändert. Die entstehenden Töne können in ihrer Tonhöhe, Lautstärke und Artikulation beeinflusst werden.

Carolyna Eyck heißt die Solistin, sie gilt als eine der  besten Thereminspielerinnen. Der 1949 geborene finnische Komponist Kalevi Aho hat für sie ein Konzert geschrieben, mit dem sie, begleitet von einem Kammerorchester, ihre Kunst hervorragend darstellen konnte. Das Konzert hat die „Acht Jahreszeiten“ zum Inhalt – die Einteilung des Jahres nach Art des Volkes der Samen (= Lappen).

Die acht ineinander übergehenden, teils ein wenig ausufernden Sätze erzählen tonmalerisch von Ernte, „schwarzem Schnee“, von Weihnachtsdunkelheit und Frostwinter, aber auch von der Eisschmelze und schließlich vom   Licht der Mitternachtssonne. Eine Kammerbesetzung der „Niederrheinischen Sinfoniker“ wusste mit viel Intensität die unterschiedlichen Stimmungen einzufangen, während die Solistin mal klanglich ganz eigene, oft virtuose Wege ging, dann wieder so mit dem Klang einzelner Instrumente verschmolz, dass ihre sphärischen Klänge kaum wahrzunehmen waren. Das Publikum zeigte sich fasziniert von dieser ganz besonderen Klangerfahrung und feierte die Künstlerin, die mit ihrer zauberhaften Zugabe besonders glänzte. 

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Weit erdverbundener und nun in sinfonischer Besetzung genossen der GMD und sein Orchester die  farbenreiche und teils auffallend klanggesättigte Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43 aus der Feder des berühmtesten finnischen Komponisten Jean Sibelius (1865-1957). Einprägsame Themen und Motive,  sowie rassige Rhythmen motivierten Streicher wie Holz-und Blechbläser zu mitreißendem, vom Dirigenten immer wieder angefachten Musizieren, das unmittelbar beglückte und den Interpreten reichen Beifall bescherte. 

Zweites Konzert mit diesem Programm: Freitag, 10. Dezember, 20 Uhr,  Seidenweberhaus, Kartentel. 02151 805125.