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Krefeld Coronaregeln inspirieren junge Choreografen des Theaters

Ballett „Alles neu“ in Krefeld : Corona als inspirierende Zeit für junge Choreografen

Sonntag ist Premiere: Unter den strengen Distanz-Auflagen sind vier unterschiedliche Stücke entstanden - inspiriert vom Kirschblütenfrühling oder von George Floyd.

Für manches sind sogar die Beschränkungen durch Corona gut. Zumal im Ballett, wo man es am wenigsten vermuten möchte. Wenn nur noch Paare miteinander tanzen dürfen und alle anderen vier Meter Abstand einhalten müssen, dann ist Kreativität gefragt. Ballettchef Robert North vertraute auf seine Compagnie und gab zwei Tänzern und einer Tänzerin die Chance, die Seiten zu wechseln und eigene Choreografien für die große Bühne zu schaffen. Unter dem Titel „Alles neu“ sind die Uraufführungen ab Sonntag im Krefelder Theater zu sehen. Die Premiere  ist ausverkauft.

Es ist ein vierteiliger Abend, der ganz unterschiedliche Handschriften zeigen wird. Marco A. Carlucci zeigt in „Freedom“ die Farben seiner Heimat Apulien zu Musik, die an die Volksweisen Süditaliens erinnert.  Eine Tänzerin und vier Tänzer spüren ausgehend vom Mythos der Taranta, der Spinne, dem Streben nach Freiheit nach.

Im zweiten Teil geht es nach Japan. „Haru“ - „Frühling“ - heißt Yoko Takahaschis  moderne Interpretation der Kirschblütenzeit. Vivaldis „Frühling“ ist die logische Klangkulisse. Auch weil die Japanerin sich vor geraumer Zeit in der Rehe „Choreografenwerkstatt“ mit Vivaldis  „Winter“ auseinandergesetzt hat. „Es ist spannend, die Weiterentwicklung zu verfolgen“, sagt Udo Hesse, der für alle Choreografien Bühne und Kostüme entworfen hat. An die traditionellen japanischen Gewänder zu erinnern, aber den Tänzern auch Bewegungsspielraum zu gewähren, war seine größte Herausforderung.

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Um „Respekt“ geht es Takashi Kondo. Das Schicksal von George Floyd, der in Amerika von einem Polizisten getötet wurde, lässt ihn tänzerisch die Fragen aufwerfen, wie wir mit Gewalt und Diskriminierung umgehen.

Das kroatische Cellistenduo 2Cellos, das auf dem klassisch belegten Instrument Pop, Jazz und sogar Hard Rock spielt, hat Robert North  beeindruckt. „Technische Schwierigkeiten“ scheuen diese Musiker nicht - ebensowenig wie die Tänzer. Denn die sollen unter dem eher spröden Titel zeigen, was sie können. „Wenn nur wenige Tänzer auf der Bühne sind, steht jeder stärker im Fokus“, so North.

Karten gibt es noch für die Vorstellungen am 5., 12., 27. November, im Dezember und Januar. Kartentelefon 02151 805125.

(ped)