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Februar-Sinfoniekonzert in Krefeld Programmänderung wegen Corona

4. Sinfoniekonzert in Krefeld : Don Juan hat keine Chance gegen Corona

Wegen der verschärften Abstandsregeln muss das Programm des Sinfoniekonzerts im Februar geändert werden. Wie der größte Verführer aller Zeiten trotzdem die Hauptrolle spielt.

Don Giovanni ist ein Gewinner der Krise. Sehen wir es mal so:  Der Schürzenjäger  à la Mozart wird beim nächsten Sinfoniekonzert am 15. und 18. Februar in verschiedenen Facetten musikalisch ausgeleuchtet. Denn er hat sein Pendant Don Juan von Richard Strauss ausgeknockt - und den Falstaff (von Edward Elgar) gleich mit. Genau genommen sind diese beiden Werke, die ursprünglich auf dem Programm der Niederrheinischen Sinfoniker gestanden haben, den Schutzmaßnahmen in der Pandemie zum Opfer gefallen, die entgegen aller Hoffnungen nicht gelockert wurde. Zu große Besetzung - zu großes Risiko.

Deshalb hat sich Generalmusikdirektor Mihkel Kütson für eine Programmänderung am Anfang und am Ende des Konzerts entschieden. „Mit den weiterhin geltenden Mindestabständen zwischen den Musikern reicht die Bühnenfläche leider für die Gesamtbesetzung von Richard Strauss‘ „Don Juan“ und Edward Elgars „Falstaff“ nicht aus“, teilt er mit.

  Kütson hat einen hochwertigen „Ersatz“ gefunden, um den Grundgedanken des Abends zu erhalten: Im Mittelpunkt soll der „wohl größte Verführer der Menschheit“ stehen: Don Juan oder eben Don Giovanni.

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Da kommt niemand an Mozart vorbei. Die Ouvertüre zur Oper „Don Giovanni“ wird erklingen. „Zwölf Töne aus der Schlussszene der Oper inspirierten Nino Rota zu einer berührenden Phantasie für Klavier und Orchester. Dieselbe Besetzung wählte Frédéric Chopin für seine einfallsreichen Variationen über das Verführungsduett „Reich mir die Hand, mein Leben“, informiert Konzertdramaturgin Eva Ziegelhöfer. Bei so viel Liebe passt Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 5 - schon wegen der passenden Bezeichnung als Schicksalssinfonie.

  Solist des Abends ist der Pianist Alexander Krichel. Er hat bei zwei der größten zeitgenössischen russischen Pianisten studiert: bei Vladimir Krainevs in Hannover und anschließend bei Dmitri Alexeev am Londoner Royal College of Music. Dort schloss er mit höchstem Prädikat ab. Er hat eine besondere Verbindung zur Musik von Sergej Rachmaninow, dessen Klavierwerk eine zentrale Rolle in Krichels Repertoire einnehmen. Zu den Höhepunkten seiner Diskographie zählt auch die Einspielung der drei großen Klavierzyklen von Ravel. Seine jüngste CD ist ein Album mit Werken von Enescu und Mussorgsky.

Die Sinfoniekonzerte beginnen jeweils um 20 Uhr. Ob die übliche Einführung ab 19.15 Uhr im Seidenweberhausfoyer stattfinden kann, hängt von der Entwicklung der Pandemie ab und wird einige Tage vor dem Konzert auf der Homepage des Theaters bekannt gegeben: www.theater-kr-mg.de. Das für den Dienstag geplante Debüt-Konzert fällt allerdings aus.

Dienstag, 15., und Freitag, 18. Februar, 20 Uhr, Seidenweberhaus. Kartentelefon 02151 805125.

(ped)