Krefeld Künftige i-Dötzchen üben Schulweg im Kindergarten

Krefeld · "Sicher zur Schule" - unter diesem Motto startet die neue Schulwegkampagne des Chempark und der Verkehrswacht.

"Sicher zur Schule" heißt die neue Schulwegkampagne der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen, des Chempark und der Verkehrswacht Krefeld e.V. Das Ziel: Alle zukünftigen Erstklässler in Krefeld sollen bereits im Kindergarten ihren Schulweg üben - am besten gemeinsam mit den Eltern. Dazu verteilt der Bezirksdienst der Polizei im Rahmen der Initiative Krefelder "Fairkehr" in den nächsten Wochen kostenlos 3000 Übungs- und Informationsmaterialien an alle Kindergärten und Eltern von Vorschulkindern. Für die angehenden ABC-Schützen gibt es einen Reflektorbären, der für bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr sorgt. Los ging's in der Städtischen Kindertagesstätte Körnerstraße in Uerdingen. Ermöglicht wird die Kampagne durch das finanzielle Engagement des Chempark Uerdingen. Mit einem Schulwegheft für die Vorschulkinder und einem Elternratgeber wollen die Initiatoren die Grundlagen für die Vorbereitung des Schulwegs bereits im Kindergarten schaffen. Die Kinder sollen unter Anleitung der Erzieherinnen richtiges Verhalten im Straßenverkehr lernen, die Bedeutung der wichtigsten Verkehrsschilder kennen und wissen, was beim Überqueren der Straße zu beachten ist. Für die Erwachsenen gibt es viele Tipps rund um den Schulweg: von der Auswahl des optimalen Schulwegs bis hin zur richtigen Kleidung bei Dunkelheit. Rainer Behrens, Geschäftsführer der Verkehrswacht Krefeld, appelliert an die Eltern: "Lassen Sie Ihr Kind zu Fuß zur Schule gehen! Das ist gesund und Ihr Kind lernt durch die eigene Teilnahme am Straßenverkehr frühzeitig, wie man sich verkehrssicher verhält. Das lernt das Kind nicht, wenn es im ,Elterntaxi' zur Schule gefahren wird!"

Lars Friedrich, seit dem 1. April neuer Leiter des Chempark und in dieser Funktion auch zuständig für die Sicherheit im Werk: "Sicherheit hat bei uns im Chempark oberste Priorität. Deshalb helfen wir gerne, diese auch jenseits des Werkszauns und gegenüber unseren Jüngsten zu vermitteln. Insbesondere dann, wenn sie, unbegleitet von Erwachsenen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, im Straßenverkehr unterwegs sind." Und der geschäftsführende Direktor der Landesverkehrswacht NRW, Burkhard Nipper, ergänzt: "Mit der Kampagne ,Sicher zur Schule' sollen auch die Eltern angesprochen und sich ihrer Vorbildfunktion bewusst werden. Die Verkehrssicherheit von Kindern ist eine Aufgabe für Eltern, Erzieherinnen und letztlich alle Verkehrsteilnehmer."

Die ehrenamtliche Verkehrswacht Krefeld e.V. ist seit mehr als 60 Jahren ein festes Bindeglied zwischen den Bürgern der Stadt und deren Institutionen. Ein ganz besonderes Anliegen ist die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr. In der Initiative "Krefelder Fairkehr" bündeln die Fachbereiche der Stadtverwaltung, die Polizei und die Verkehrswacht ihre Kräfte, um die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern so niedrig wie möglich zu halten. Dass dies bislang gelungen ist, kann man an der Entwicklung der Unfallzahlen seit Gründung dieser Initiative im Jahr 1999 deutlich ablesen.

(RP)
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