Kritik an Krefelds Sprecherin von Fridays for Future

Krefeld : Kritik an Krefelds Sprecherin von Fridays for Future

Björna Althoff kandidiert für die Grünen und lässt die Überparteilichkeit der Klimaschützer hinter sich.

(vo) Die parteipolitische Positionierung der Krefelder Sprecherin von Fridays for Future, Björna Althoff, bei den Grünen ist auf Kritik von CDU und FDP gestoßen. Althoff hat sich als parteilose Kandidatin der Grünen für die Kommunalwahl aufstellen lassen (wir berichteten). „Der Schritt von Frau Althoff in die Politik als grüne Ratskandidatin ist mutig“, erklärt dazu CDU-Parteichef Marc Blondin auf Anfrage, „während Fridays for Future überparteilich organisiert ist, bezieht sie damit politisch nun eindeutig Position“. Die CDU hoffe, dass die Grünen mit der Einbindung von Althoff „nicht einfach nur deren fundamentale Forderungen umsetzen wollen“. Kommunalpolitik lebe vom Konsens. Die gemeinsame Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts und viele andere Entscheidungen für den Umweltschutz hätten gezeigt, dass Krefeld schon weiter ist, als von Dritten immer behauptet werde, so Blondin weiter. „Für diesen Klimaschutz mit Augenmaß hat sich die CDU in den vergangenen Jahren immer eingesetzt.“

Die FDP wirft Althoff vor, sie lasse sich von den Grünen instrumentalisieren. „Grundsätzlich ist es zu begrüßen, wenn auch Parteilose für den Stadtrat nominiert werden“, erklärt der FDP-Fraktionschef im Rat, Joachim Heitmann, allerdings erwecke die (relativ schwache) Platzierung von Althoff auf Platz 11 der Reserveliste den Eindruck, dass es sich um schmückendes Beiwerk handele, „weil sich auf den vorderen Listenplätzen das grüne Establishment, angeführt von der Fraktionsvorsitzenden Heidi Matthias findet“.