Krefeld: Kriminalitätsrate: Krefeld schneidet bundesweit gut ab

Krefeld : Kriminalitätsrate: Krefeld schneidet bundesweit gut ab

Krefeld hat im bundesweiten Vergleich eine deutlich niedrigere Kriminalitätsrate als Städte, die ihrem Image nach als sicher gelten oder nicht mit Kriminalität in Verbindung gebrach werden - wie Düsseldorf, Hannover oder Bonn. Die Kriminalitätsrate in Krefeld ist zudem rückläufig. Dies geht aus der "Polizeilichen Kriminalstatistik" (PKS) für 2013 hervor, die morgen in Berlin vorgestellt wird und über die die Zeitung "Die Welt" gestern vorab berichtet hat. Die PKS-Rangliste umfasst demnach 39 Städte (ab 200 000 Einwohner) - Krefeld belegt den 25. Platz.

Statistisch wurden in Krefeld je 100 000 Einwohner 10 007 Straftaten begangen. Die Rangfolge der Städte im einzelnen: Die gefährlichste Stadt Deutschlands ist demnach Frankfurt a.M. mit 16 292 Straftaten pro Einwohner; es folgen an 2. Köln (15 009), 3. Berlin (14 908), 4. Düsseldorf (14 757), 5. Hannover (14 756 ), 6. Dortmund (14 078), 7. Hamburg (13 724) und 8. Leipzig (13 526). Danach sind bis Platz 16 (in der Reihenfolge) Magdeburg, Bremen, Aachen, Freiburg, Lübeck, Dresden, Halle und Bonn mit immer noch 11 182 Taten pro 100 000 Einwohner gelistet.

Stark rückläufig ist in Krefeld die Zahl der erfassten Straftaten: Sie sank von 2012 um 3450 auf 22 219 im Jahr 2013 - macht ein Minus von 13,4 Prozent. Ein Grund dafür könnte sein, dass der Boom der Internetkriminalität abebbt, erläuterte ein Sprecher der Polizei Krefeld. "Viele sind sensibler geworden; die Opfer lassen sich nicht mehr so leicht austricksen." Zudem ist die Zahl der Telefoncall-Betrügereien nach einer Serie von Aufklärungserfolgen der Polizei stark rückläufig. Dass die Bürger Straftaten weniger intensiv melden als 2012, glaubt die Polizei nicht: Dazu seien die Menschen zu sehr sensibilisiert - vor allem, wenn es um Einbrecher geht.

Dennoch sind bundesweit Diebe und Einbrecher auf dem Vormarsch. Im Vergleich der Bundesländer leben die Menschen im Süden sicherer als im Norden. Bayern schneidet mit 5073 Straftaten pro Kopf 40 Prozent besser ab als NRW mit 8459 Taten.

(vo)
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