Krefeld: Kreuzweg der Gerechtigkeit durch die City

Krefeld: Kreuzweg der Gerechtigkeit durch die City

Elf christliche Organisationen aus Krefeld haben am Wochenende zum Marsch durch die Innenstadt eingeladen. Es ging unter anderem um Armut, Ausgrenzung und Solidarität.

Unter der Überschrift "Gerechtigkeit!" haben elf christliche Organisationen zum "Kreuzweg für Gerechtigkeit" durch die Innenstadt eingeladen und damit die Karwoche präludiert. Das Ökumenische Arbeitslosenzentrum, der Verein "Anstoß", der Caritasverband, die Cityseelsorge, Emmaus, das Friedensbündnis Krefeld, die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), die Katholische Frauengemeinschaft (KFD), das Kolpinghaus und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) organisierten den Marsch.

Zum Auftakt des Kreuzwegs trafen sich die Teilnehmer um 17.30 Uhr in der Stadtkirche St. Dionysius. Von dort machte sich der Zug auf den Weg über fünf Stationen bis zum Hansa-Haus. Für die Stationen bereiteten die Organisatoren Lieder, Texte, Gebete und Aktionen zu den Themen Armut, Ausgrenzung, Frieden, Sozialer Kahlschlag, Mindestlohn und Solidarität vor.

Die Idee des Kreuzweges brachten Jerusalempilger im 14. Jahrhundert nach Deutschland mit. In Jerusalem gingen am Karfreitag die Christen den Weg Jesu vom Ort seiner Verurteilung zur Anhöhe Golgothas nach. "Die Menschen erkennen und verarbeiten ihr Leid im Gebet des Kreuzweges", erläutern die Veranstalter. "Auch heute leiden Menschen durch ungerechte Strukturen in unserer Gesellschaft, durch menschenunwürdige Bedingungen in der Arbeitswelt, durch Arbeitslosigkeit, durch Armut, durch Respektlosigkeit gegenüber Menschen, an Folgen von Krieg, Unterdrückung und Verfolgung. Das sind Themen des Kreuzweges für Gerechtigkeit", heißt es weiter. Vor St. Dionysius gestalteten die Cityseelsorge und die Initiative "das tägliche brot" die erste Station zum Thema "Unser tägliches Brot gib uns heute". An der Rheinstraße / Ecke Hochstraße richtete der SkF den Fokus auf das Stichwort "Waagerecht" (wobei die Buchstaben "recht" hervorgehoben waren). Am Schwanenbrunnen ging es dem Friedensbündnis um "Frieden durch Gerechtigkeit". Am Neumarkt gab es einen pantomimischen Impuls von der Emmaus-Gemeinschaft und dem Verein Anstoß zu "Hunger nach Gerechtigkeit". An der Ecke Hoch-/Mittelstraße fragten Arbeitslosenzentrum und KAB nach dem "Recht auf Gerechtigkeit". Schließlich gestaltete das Kolpinghaus die letzte Station vor dem Sinn-Haus unter dem Motto "Die Messlatte der (Un-)GeRECHT-igkeit" mit einer Waage und einem mutigen Sprung. Zum Abschluss lud die Caritas im Hansa-Haus zur Begegnung bei Wasser, Wein und Brot ein.

(RP)