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Krefeld: Kreuzungsstreit: Politik beklagt "Geldverschwendung"

Krefeld : Kreuzungsstreit: Politik beklagt "Geldverschwendung"

Die Pläne zur Marcelli-Kreuzung werden kritisiert.

Die Marcelli-Kreuzung in Verberg und kein Ende: Nachdem das städtische Tiefbauamt am Dienstag in einer Bezirksvertretungssitzung erklärt hatte, drei Varianten zur Behebung der Verkehrsproblematik auf der Verberger Problem-Kreuzung zu prüfen, zeigten sich die beiden Vorsteher der Bezirke von Nord und Ost, Wolfgang Merkel und Gisela Klaer (beide SPD), gestern verärgert über die Stadtverwaltung.

Wie berichtet, gibt es auf der Kreuzung seit Jahren Probleme, weil Linksabbieger für lange Staus sorgen. Oft nutzen die dahinter wartenenden Autofahrer nach einiger Zeit verbotenerweise frustriert den Radweg. Verschiedene Maßnahmen der Stadt, etwa das Aufstellen von Pollern, waren bisher nicht erfolgreich. In der gemeinsamen Sitzung der beiden Bezirksvertretung schlug die Stadt dann unter anderem vor, eine Brücke aus einem Container zu bauen, der von Radfahrern und Fußgängern als Weg genutzt werden kann, so dass die Autofahrer auf den Radweg ausweichen können.

Die SPD-Bezirksvorsteher sind gegen diesen Plan: "Aus Pollern soll also ein Container werden," so Gisela Klaer. Sie ist verwundert, weil es ursprünglich einen anderen Vorschlag gab - bei einem Ortstermin vor wenigen Wochen war vorgeschlagen worden, dass eine Behelfsbrücke, die die Stadtwerke vor Ort ohnehin für eine Kanalbaumaßnahme installieren müssen, einfach stehen bleiben soll. "Laut Aussage des Tiefbauamtes soll die Straße sogar eine ordentliche Asphaltdecke erhalten. Ein kleiner Teil davon wäre nutzbar. Warum muss sie komplett zurückgebaut werden. Wie soll man so etwas den Steuerzahlern erklären? Wenn die Straße fertig ist, kann man sie doch auch nutzen", ärgern sich die beiden Bezirksvorsteher. Als "Geldverschwendung" bezeichnen sie die Maßnahme.

"Der Verwaltungsvorschlag muss stadteinwärts unbedingt eine Abbiegemöglichkeit in die Heyenbaumstraße vorsehen. Alle anderen Planungen sollten schnell vergessen werden", so Wolfgang Merkel.

(sep)