Kresch in Krefeld zeigt "Superhero" mit Gesprächsrunde über Leben und Sterben

Jugendtheater in Krefeld : Kresch-Stück: Experten reden über Leben und Tod

Nach ausgewählten Vorstellungen bietet das Kresch jetzt auch Gesprächsrunden an. In „Superhero“ geht es um Leukämie, das Leben und das Sterben.

(ped) Es gibt Theaterstoffe und Inszenierungen, die gehen unter die Haut und berühren die Zuschauer derart, dass sie mit den Eindrücken nicht alleine nach Hause gehen wollen. Ihnen bietet das Stadt-Kinder- und -Jugendtheater Kresch nun ein Forum. „Dieses Gespräch über das Stück wollen wir künftig mit unseren Zuschauern führen“, sagt Isolde Wabra, Leiterin des Kresch-Theaters. „Unsere Themen sollen ab dieser Spielzeit nicht auf die Bühne begrenzt bleiben. Wir möchten einen Raum für spannende Gespräche schaffen und laden Menschen ein, aus ihrem Alltag zu berichten.“ Die erste Talkrunde gibt es am Samstag, 21. September, nach der Vorstellung von „Superhero“ in der Fabrik Heeder.

Themen aus der Stadt auf die Bühne zu bringen und umgekehrt, sei ein Aspekt ihres Konzeptes, sagt Wabra. Dazu passend steht die gerade angelaufene Kresch-Spielzeit unter dem Motto „Mut zum Leben“. Anthony McCartens preisgekrönter Roman ist die Vorlage für „Superhero“: die Geschichte des 14-jährigen, leukämiekranken Donald. „Krebs“ bedeutet für ihn Leben im Zeitraffer. McCarten erzählt die humorvolle und gleichzeitig todtraurige Geschichte über das Erwachsenwerden, über Sehnsucht und Verlust, Krankheit und Lebenslust völlig unpathetisch. Es ist eine Steilvorlage für eine Gesprächsrunde: Nach der Aufführung spricht Kresch-Regisseur Helmut Wenderoth mit Gästen und Zuschauern über „den angemessenen Umgang mit den Themen Tod und Sterben im Kinder- und Jugendtheater“. Zur ersten Talkrunde in der neuen Kresch-Spielzeit sind eingeladen Professor Roland Besser, Vorsitzender der Hospiz Stiftung Krefeld, Brigitte Fuß und Astrid Mühlenhaus, Abteilung Pflege Hospiz am Blumenplatz, Professor Tim Niehues, Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Helios Klinikum Krefeld, Barbara Stüben, Psychosozialdienst im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Helios Klinikum, sowie René Linke, Regisseur des Stückes, und die Schauspieler Harun Ciftci, Sefa Küskü, Kim Sophie Scheele und Christina Wesemann.

Die Aufführung von „Superhero“ am heutigen Samstag, 21. September, beginnt um 19 Uhr im Kresch-Theater in der Fabrik Heeder an der Virchowstraße 130. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.

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