Umbauarbeiten kommen voran Marktstraße ab Dezember wieder offen

Krefeld · Die Gestaltung des Karlsplatzes und der Straßen rund ums Museum nimmt Formen an. Der Verkehr auf der Marktstraße soll ab Mitte Dezember wieder in beiden Richtungen fließen. Im September 2020 soll der Platz fertig sein.

 Die Großbaustelle rund ums Kaiser-Wilhelm-Museum: Der Platz wird ab Frühjahr gestaltet.

Die Großbaustelle rund ums Kaiser-Wilhelm-Museum: Der Platz wird ab Frühjahr gestaltet.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Auf der Marktstraße sind Schwergewichte im Einsatz: Für die neue Bushaltstelle an der Südseite des Kaiser-Wilhelm-Museums werden die Rinn- und Bordsteine eingesetzt: Jeder Stein wiegt 200 Kilo. Dass Passanten stehen bleiben, freut Martin Schulte, Bauleiter beim Kommunalbetrieb Krefeld (KBK): „Das sind Arbeiten, die man sieht“, sagt er. Und er versichert, dass für Anwohner und Autofahrer die Zeit der großen Einschränkungen bald vorbei ist: Mitte Dezember soll der Teil des neu gestalteten Museumsumfelds so weit fertig sein, dass der Verkehr, der bisher nur stadtauswärts fließt, wieder in beiden Richtungen freie Fahrt hat. Dann stehen auch wieder Anwohnerparkplätze zur Verfügung. Über Wochen war für Laien kein Fortschritt an der Baustelle festzustellen gewesen, das strapaziere die Geduld der Anwohner.

„Die Bauarbeiten am Karlsplatz, rund ums Museum, bewegen sich zeitlich und finanziell im geplanten Rahmen“, erklärt Schulte. Die Fertigstellung aller Arbeiten soll im September 2020 nach rund 16 Monaten Arbeit erfolgen. Die Baukosten sind mit rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt.

Böse Überraschungen, sagt Schulte, habe es bisher nicht gegeben. Weder Einbrüche im Erdreich noch Bombenfunde.  Für die Straßenentwässerung sind neue Senken gebaut und neue Leerrohre verlegt worden. Die Strom- und Schaltkästen sind „aus der Sichtachse des Platzes entfernt“ und versetzt worden.  Das sogenannte Kupferschlackenpflaster ist wiederhergestellt worden. Als nächstes wird die Straße an der Museumssüdseite asphaltiert. An den Fußgängerüberquerungen leiten bereits Blindenspuren zu den Übergängen und sind auf Null abgesenkte Flächen für Rollatorfahrer eingerichtet worden. „Damit werden die Bauabschnitte eins bis drei in der ersten Dezemberhälfte abgeschlossen sein“, sagt Andreas Hoster, Vorstand des KBK. Die folgenden Bauabschnitte beginnen im nächsten Jahr.

Insgesamt wird bei diesem Projekt eine Fläche von etwa 6500 Quadratmetern umgestaltet. Ein großer Teil wird neu gepflastert. Auf der der Fläche vor dem Museum entsteht ein Fontänenfeld, ein Brunnen im Pflaster, aus dem bis 1,50 Meter hohe Wassersäulen  aufsteigen, die entsprechend beleuchtet werden. Die Kaiser-Wihelm-Statue, derzeit noch eingehaust, wird wieder an ihren alten Platz an der Norseite des Museums aufgestellt.

Im nächsten Jahr wird es noch einmal zu einer Einschränkung für den Verkehr kommen. Wenn voraussichtlich im Mai die Arbeiten an der Südseite abgeschlossen sind (dort wird ein großer Kanal verlegt), geht es an der nördlichen Seite des Museums weiter. Von Mai bis September wird die Straße für den Verkehr gesperrt. „Die Zuwegung zu Häusern und Geschäften bleiben während der gesamten Bauzeit gewährleistet. Das Museum ist ebenfalls während der gesamten Bauzeit geöffnet“, versichert Hoster. Die Fahrbahn auf der Westwallseite bleibt während der gesamten Bauzeit als Logistikfläche für die Baufirmen und ihre Fahrzeuge gesperrt.

 Andreas Horster (l.) und Monika Blum vom Kommunalbetrieb mit Bauleiter Martin Schulte auf der Marktstraße. Rechts die 200-Kilo-Bordsteine.

Andreas Horster (l.) und Monika Blum vom Kommunalbetrieb mit Bauleiter Martin Schulte auf der Marktstraße. Rechts die 200-Kilo-Bordsteine.

Foto: Petra Diederichs
 Solche Markierungen auf dem Bürgersteig weisen den Weg.

Solche Markierungen auf dem Bürgersteig weisen den Weg.

Foto: Petra Diederichs

Weil die Bauzäune, Materialberge und Absperrgitter den direkten Zugang zum Museumseingang verstellen, gibt es Hinweise. Auf den Bürgersteigen von Marktstraße und Westwall weisen rote Quadrate den Fußgängern den Weg zum KWM – vorosrglich in deutscher und englischer Sprache.

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